Archiv der Kategorie: Interviews: Berlin-WoMen life!

Darf ich Sie zeichnen? Portraits/Interviews von Susanne Schirdewahn im Haus am Lützowplatz, Vernissage am 09.05.2014

Berlin-Tiergarten

Susanne Schirdewahn, Selbstportrait 2012
Susanne Schirdewahn, Selbstportrait 2012

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Darf ich Sie zeichnen?“, fragte die Künstlerin und Autorin Susanne Schirdewahn Kunst- und Kulturschaffende in Berlin und malte und interviewte sie auf einen Streich. Daraus ist eine Kolumne in der Berliner Zeitung entstanden und aktuell eine Ausstellung im Haus am Lützowplatz. Eröffnet wird am Freitag, den 09.05.2014. Berlin-Woman ist mit einem Portrait vertreten.

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Berlin-Women Exklusivinterview mit Jutta Allmendinger, Teil 2

Berlin-Women

Jutta Allmendinger (* 1956) ist Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB) und Preisträgerin des Berliner Frauenpreises. Zu Weihnachten schenkt uns die Berlin-Woman ein Exklusivinterview, in dem sie u.a. über die Situation der kreativen Unternehmerinnen spricht. Berlin-Woman sagt herzlichen Dank und postet das Geschenk am Dienstag, den 20.12. und Donnerstag, den 22.12. Teil 2:

 

BW: Sie sind aus beruflichen Gründen nach Berlin gekommen. Fühlen Sie sich in dieser Stadt der großen Chancen aber auch großen Widersprüche schon heimisch?

JA: Es hat etwas gedauert, aber inzwischen geht es mir hier blendend.

BW: Sie haben dieses Jahr den Berliner Frauenpreis bekommen. Der Preis hat eine Dotierung von 2.500 €. Ist das typisch für die Auszeichnung von Frauen, müssen wir auch da an den Katzentisch?

JA: Die Auszeichnung ist wichtig, die Dotierung finde ich zweitrangig. Die Dotierung ist zudem den Finanzverhältnissen der Stadt angemessen. Ich würde mir aber sehr wünschen, wenn dieser Preis vom Regierenden Bürgermeister verliehen würde. Frauenförderung sollte Chefsache und nicht Angelegenheit eines einzelnen Ressorts sein.

BW: Sie forschen am Puls der Zeit: 2009, zur Finanzkrise, haben Sie für die Brigitte eine Studie zur Situation und den Einstellungen junger Frauen gemacht. Was denken Sie über den aktuellen Stand: Halten wir Frauen uns immer noch zu sehr zurück und sind die Männer immer noch zu dominant?

JA: Beides mag im Einzelfall richtig beobachtet sein. Aber das ist mir doch zu sehr eine individuelle Betrachtungsweise. Es geht eher um Strukturen, die verändert werden müssen, das erfahren doch junge Frauen und junge Männer immer wieder. Wir brauchen endlich hervorragende Einrichtungen für Kinder in allen Altersstufen und betriebliche Routinen, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie ermöglichen. .

BW: Was ist mit der Quote für Frauen in Führungspositionen? Ist die These von der gläsernen Decke nicht einfach eine Lüge? Wer will, kann aufsteigen und hat Erfolg?

JA: Nun, wäre es Einbildung oder Lüge, so hätten wir mehr Frauen in Führungspositionen. Frauen sind den meisten zu fremd, an der Qualifikation kann es ja schlecht liegen, die ist ja heute von Frauen insgesamt besser als die von Männern. Und auch nicht daran, dass Frauen feige sind. Das stimmt nämlich gar nicht.

Teil 1

Exklusivinterview: Berlin-Woman spricht mit Jutta Allmendinger, Teil 1

Berlin-Women

Jutta Allmendinger (*1956) ist Soziologin und Präsidentin des Berliner Wissenschaftszentrums für Sozialforschung (WZB). Die Preisträgerin des diesjährigen Berliner Frauenpreises. Die Berlin-Woman hat für uns ein besonderes Weihnachtsgeschenk: ein Exklusiv-Interview, in dem sie u.a. über uns, die kreativen Unternehmerinnen, spricht. Berlin-Woman sagt herzlichen Dank und postet das Geschenk heute, den 20.12. und kommenden Donnerstag, den 22.12. Teil 1:

BW: Sie sind eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin, sind Leiterin des WZB, haben eine überzeugende Ausstrahlung. Wie machen Sie das?

JA: Ich bin neugierig, höre genau hin, kann mich gut konzentrieren, arbeite diszipliniert und kenne meine Grenzen. Ich passe auf mich auf und kann gut entspannen. Vor allem aber werde ich beruflich wie privat wunderbar unterstützt.

BW: Sie haben in den USA studiert und promoviert. Was ist dort anders als in Deutschland?

JA: Damals war ich überrascht über die Nähe zwischen Beruf und Familie. Alles gehörte in ganz anderer Weise als hier zusammen. Die Kleinkinder waren an der Uni, ich wurde ganz selbstverständlich, wie alle anderen auch, in die Privatwohnungen meiner Professorinnen und Professoren eingeladen, man machte und arbeitete viel mehr zusammen als hier. In einem solchen Kontext gelingt die Professionalisierung von Frauen leichter als hier.

BW: Wie ist in Deutschland die Situation für aufstrebende, selbständige und ambitionierte Menschen?

JA: Wir haben wenig soziale Mobilität in Deutschland, weniger als in Vergleichsländern. Querdenker haben es bei uns nicht gerade leicht. Unsere betrieblichen Strukturen und Vorgaben schränken uns allzu oft ein. Es geht uns viel zu selten darum, wie wir hervorragenden Menschen das bieten können, was sie brauchen. Im Gegenteil: Wir geben die Strukturen vor und passen die Menschen ein.

Fortsetzung folgt

Unterm Strich (Berliner Zeitung): Susanne Schirdewahn interviewt und zeichnet Berlin-Woman

Berlin-Friedrichshain (Atelier Schirdewahn)

Susanne Schirdewahn, Carola Muysers, Foto: SSch. Abdruck in: Berliner Zeitung, "Unterm Strich"

Berlin-Woman ist nicht nur „rasende Reporterin“ und Kreativ-Agentin, sondern auch leidenschaftliche Salonière. In ihrem „Neuen Berliner Salon“ trifft man(n) sich alle vier Wochen zu einem Thema, kommuniziert, streitet, isst und trinkt im Namen der Kultur. Dort hat die Autorin und Malerin Susanne Schirdewahn Berlin-Woman interviewt und porträtiert. Der vollständige Beitrag ist gerade in der Berliner Zeitung in der Serie „unterm Strich“ erschienen:


SuSch: Wissen Sie noch, warum Sie diesen Salon gegründet haben?
BW: Ich habe mit Begeisterung Rahel Varnhagens Biografie gelesen. In ihren ersten Salons Ende des 18. Jahrhunderts gab es immer nur Tee und Schmalzbrote. Mich hat das inspiriert. Den Rest machte die geistige Nahrung wett. Man sollte hinzufügen, dass Rahel Varnhagen nach ihrer Heirat mit einem wohlhabenden Mann einen weiteren Salon gegründet hat. Nach wie vor kümmerte sie sich hauptsächlich um die Vernetzung der Einzelnen miteinander, legte fortan aber auch mehr Wert auf ausgiebiges, opulentes Essen.

SuSch: Bei meinen Recherchen ist mir aufgefallen, dass es keine nennenswerten Salons männlicher Gründer gibt. Woran mag das liegen?
BW: Man braucht ein gewisses Multitalent, muss Multitasking beherrschen. Man muss gut organisieren und improvisieren können, die Leute zusammenbringen, Kontroversen zulassen und Spannungen ausgleichen. Man muss uneigennützig Sympathie verströmen. Vielleicht können Frauen das besser …

SuSch: Wollen Sie sich schon einmal sehen?
BW: (Ihr Bildnis betrachtend) Oha. Zum Teil bin ich das. Der obere Bereich. Die Haare haben Sie mir schöner gemalt. Aber mit der Mundpartie kann ich mich nicht recht anfreunden.

SuSch: Was sagt das Publikum?
Eine Stimme: Die Nase ist eindeutig zu lang.
Ein Filmemacher: Das liegt daran, dass Sie sich um die Nase bis zum Schluss gedrückt haben.
Eine Malerin: Es kommt davon, weil Sie von oben angefangen haben, das Gesicht zu malen. Dann haben Sie von unten dagegen gearbeitet. Und in der Mitte reichte es dann vom Licht her nicht.
BW: Oder viel einfacher: Durch den Schnupfen sind wir beide heute nasenfixiert. (Klatschen)

Neuer Berliner Salon

Wie gründe ich erfolgreich einen Salon?

Berlin-Woman-Tipp: 100 Jahre Rüdesheimer Platz, 27. und 28.08.2011

Berlin-Wilmersdorf

Die Weinkönigin am Sigfriedbrunnen auf dem Rüdesheimer Platz

Der Rüdesheimer Platz feiert seinen 100. Geburtstag. Fern vom Mitte-, Friedrichshain- und Kreuzkölln-Trubel bietet das 1911 eingeweihte Terrain Grünes, Ruhe, Landhausarchitektur, Wasser (der Siegfriedbrunnen mit der Weinkönigin), einen Kinderspielplatz, im Sommer Wein in Hülle und Fülle und Lesekultur durch die Straßenbibliothek „BücherboXX“ und „Villa Libris“. Das Buchprojekt wurde vom „Rat für Nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Der „Rheingauer Weinbrunnen“ wird seit 1967 betrieben. Verschiedene Weingüter schenken hier in den Sommermonaten Wein und Sekt aus.  An lauschigen Sommerabenden sitzen dann die Anwohner/innen, Zugefahrenen und Zugereisten friedlich vereint an „Biertischen“. Man/frau munkelt, es wäre der einzig wahre „Biergarten“ Berlins.

Heute und morgen, den 27. und 28.08.2011,  feiert der Rüdesheimer Platz Geburtstag. Es gibt Musik, einen Gottesdienst, eine Talkrunde und den Berlin-Woman-Tipp:

  • Die Berlin-Woman Sister Fa tritt heute den 27.08.2011 um 15:30 Uhr auf. Die senegalesische Sängerin und Aktivistin für die Menschenrechte der Frauen in Afrika spielt mit ihrer Band Rap, Soul, Afropop, World und Reggae.

Wir freuen uns und werden mit dabei sein!

In der nächsten Woche bringt Berlin-Woman ein Exklusiv-Interview mit Sister Fa!

Sommerfest 2011 auf dem Rüdesheimer Platz

Rüdesheimer Platz mit weiteren Links

Sister Fa, upcoming dates

Berlin-Woman in eigener Sache: Ein Interview auf „Suite 101.de“

kreative Unternehmerinnen

Liebe Leser/innen von Berlin-Woman. Heute bringe ich etwas in eigener Sache. Die Journalistin und Kulturmanagerin Caroline Stern hat ein wunderbares Interview mit mir auf der Internetplattform „Suite 101.de“ gemacht. Ich hatte die großartige Gelegenheit, meine Message über unser kreatives Unternehmerinnentum, unsere weibliche Wirtschaftsgestaltung, den Blog „Berlin-Woman“ und das Bloggen als demokratisches Medium vorzustellen. Das Interview könnt ihr hier lesen.

Wie findet ihr meine Sturmfrisur? Das Foto stammt von Caroline Stern.

Ein Berlin-WoMan über den muslimischen Frauenfußball: Jamal Schalow

Berlin-Kreuzberg

Jamal Schalow, Foto: JS

Das Kreuzberg Museum stellt Fotos von Fußballspielerinnen aus den muslimischen Ländern aus. Berlin-Woman berichtete über „Schuhgröße 37“. Dort traf sie den Tourismusmanager Jamal Schalow. Ein echter Berlin WoMan, der sich für den muslimischen Frauenfußball einsetzt. Hier sein interessantes Statement:

Der Frauenfußball ist total spannend. Frauen spielen viel strategischer, die gucken sich die Lücken aus und arbeiten sich dann vor. Ich bin auf das Thema gekommen, weil meine Tochter, die in Tunesien aufgewachsen ist, in der tunesischen Frauennationalmannschaft gespielt hat. Der Frauenfußball in den muslimischen Ländern ist etwas ganz Spezielles. Da tut sich gerade ganz viel, ist aber von Land zu Land auf einem unterschiedlichen Stand. Das sieht man übrigens sehr gut in der Ausstellung. Palästina hat letztes Jahr eine Liga aufgebaut, der türkische Frauenfußball hat gut zugelegt. Übrigens auch hier in Berlin, wo der Verein Türkiyemspor seit 2004 Frauen zuläßt und derzeit 70 Mädchen in 5 Teams spielen lässt. In anderen Ländern müssen die Frauen auf Betonplätzen oder wie in Pakistan oder Afghanistan auf einem Militärgelände trainieren. Ich helfe bei der Spielerinnenvermittlung und der Sponsorensuche. So haben wir gerade einen dänischen Handballsponsor für unseren afghanischen Frauenfußball-Verein gewonnen. Der Männerfußball ist doch total abgegessen. Was muß denn ein Ronaldo Millionen abkassieren, da stimmen die Relationen einfach nicht mehr.

Schuhgröße 37, Ausstellung über Frauenfußball in Ägypten, der Türkei, Palästina und Berlin mit Fotos von Claudia Wiens, Kreuzbergmuseum, Adalbertstr. 95 A, 10999 Berlin, Mi-So 12:00-18:00 Uhr, bis 27.08.2011, Eintritt frei