Erfolgsteam. Der etwas andere Karriereweg – auch in der Kunst

Künstler.innen

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Der künstlerische Erfolg: unerreichbar und in schwindelnden Höhen? Der Weg zum künstlerischen Erfolg: steinig, kalt und einsam? Das muss nicht so sein. Im Gegenteil. Im Team wird er möglich. Und nicht nur als gemeinsames Ziel sondern als individuelles Ziel. Das funktioniert im Rahmen eines Erfolgsteams. Was das ist und wie es geht erfahrt ihr hier:

Die Idee des Erfolgsteams stammt aus Amerika. Die Bestsellerautorin Barbara Sher hatte sie bereits Ende der 1970er Jahre, als es den Kreativen in New York wirtschaftlich nicht sonderlich gut ging. Sher empfahl, sich regelmäßig in Gruppen zusammenzusetzen, um die eigene Situation zu besprechen und zu verbessern. Seitdem haben zahlreiche Erfolgsteams in den USA und in Europa bewiesen: der individuelle Erfolg stellt sich nicht nur im Alleingang ein.

Ein Erfolgsteam besteht idealerweise aus 4-6 Teilnehmer.innen. Das Team hat seine eigenen Regeln: den Zeitraum, innerhalb dessen die regelmäßigen Treffen stattfinden, eine Nettikette für den fairen und wohlwollenden Umgang miteinander und die gegenseitige Unterstützung sowie die Redezeiten für die jeweiligen Beiträge. Und dann kann es auch schon losgehen.

Zum Auftakt sollte jede.r Teilnehmer.in ein konkretes Ziel mit festem Zeitraum benennen – z.B.: ein Stipendium zur Realisierung eines künstlerischen Projektes, oder eine große Ausstellung mit Verkäufen innerhalb der nächsten zwei Jahre. Mit diesem Ziel vor Augen wird geplant – Schritt für Schritt, Meeting für Meeting.

Bei jedem Meeting wird ein.e Moderator.in, ein.e Protokollführer.in und ein.e Zeitwächter.in aus dem Team bestimmt. Es sei denn, man hat den Luxus eines.r eigenen Erfolgsteamleiters.in. In jeweils drei Runden mit festen Redezeiten tragen die Teilnehmer.innen einzeln vor, und zwar zu folgenden Themen:

1. Was ist aktuell bei mir los, welche konkreten Schritte habe ich getan bzw. nicht getan

2. Wo brauche ich Feedback und Unterstützung, um voran zu kommen

3. Was sind meine nächsten Aufgaben, um mich dem Ziel anzunähern

Vor allem in der zweiten und dritten Runde sind die anderen gefragt. Ihre Ideen, Ratschläge, konstruktiven Einschätzungen und konkreten Unterstützungsangebote erleichtern, die nächsten Schritte auf dem Weg zum selbst gesetzten Ziel zu definieren.

Aber, ein Erfolgsteam ist keine Selbsthilfegruppe! Hier dreht sich alles um Selbstdisziplin, Networking, Durchhaltevermögen und nachhaltige Erfolgsstrategien, gepaart mit Teamgeist, Toleranz und Vertrauen. Für jede.n einzelne.n bedeutet das eine große Herausforderung, die bei Gelingen, große Wirkung zeigt. Ein Erfolgsteam löst über die Meetings hinausgehende Prozesse aus. Man lernt neue Methoden und Möglichkeiten im Umgang mit der eigenen Zielsetzung kennen und anwenden. Man lernt, die eigene Situation besser und optimistischer einzuschätzen. Und man sieht, die anderen Teilnehmer.innen haben in der Regel mit denselben Dingen zu kämpfen.

Ein Erfolgsteam für Künstler.innen macht doppelt Sinn. Denn das Team bricht mit den Klischees der Kunstgeschichte und des Kunstmarkts, die den Künstler als Einzelkämpfer zelebriert. Die Künstler.innen erfahren, dass sie mit ihren Erfolgsdefiziten nicht allein sind, dass diese strukturbedingt und auszugleichen sind. Im Team werden Lösungen entwickelt, die von der eigenen Persönlichkeit ausgehen. Und nicht vom Galeristen oder Agenten, wie es der traditionelle Kunstbetrieb als Erfolgsgarantie verordnet.

Dass es in der Gruppe einfacher geht, wussten übrigens die Modernen und Avantgardekünstler schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Vereinigungen der „Blaue Reiter“, „die Brücke“, der „Sturm“ waren letztendlich Karriere fördernde Netzwerke. Zwar nur für männliche Künstler, aber das können wir ja jetzt ändern!

Die Möglichkeit, sich im Erfolgsteam neu aufzustellen, bietet aktuell das Programm Vision & Power ETBK. Erfolgsteam bildende Künste. Ein Kooperationsprojekt der LOK.a.Motion GmbH und der Agentur Bees & Butterflies für kreative Unternehmen. Start ist am 15.09.2016. Willkommen zur ersten Runde!

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