gesund leben mit Berlin-WoMan, heute: Leinsamen

gesund leben mit Berlin-WoMan

http://pflanzenfreunde.com
http://pflanzenfreunde.com

Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem eigenen Körper. Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness sind angesagt. Man gräbt viele alte Hausmittel und -rezepte wieder aus und probiert auch Unbekanntes und Neues. Gabi Helmchen von Berlin-WoMan stellt in loser Folge hilfreiche, interessante und überraschende Lebensmittel und Rezepte zur Stärkung der Gesundheit vor, heute: Leinsamen. 

Lein ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen. Schon vor 10.000 Jahre wird aus Lein Gewebe für Kleidungsstoffe hergestellt. Später wird Leinöl zur Herstellung von Ölfarben und Druckerschwärze genutzt. Auch die heilsame Wirkung der Leinsamen ist ist seit langem bekannt und heute auch wissenschaftlich belegt. Leinsamen und -öl gelten als eines der Omega3-Kraftpakete. Leinsamen werden innerlich und äußerlich, ganz oder geschrotet bzw. gequetscht eingesetzt; die Wirkung der gequetschten Leinsamen soll um ein vielfaches höher sein.

Leinsamen wird meistens bei Verstopfung und Reizdarm-Beschwerden eingesetzt und hat folgende Heilwirkungen: abführend, einhüllend, erweichend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend.

Die Anwendungsgebiete von Leinsamen sind sehr vielfältig: Drüsenschwellungen, Furunkel, Gallensteine, Geschwüre, Gürtelrose, Halsschmerzen, Hautauschlag, Heiserkeit, Gesichtsneuralgien, Ischias, Kehlkopfentzündung, Krebsvorbeugung, Magenschleimhautentzündung, Magenübersäuerung, Mundschleimhautentzündung, Rachenentzündung, Rheumatische Schmerzen, Schnupfen, Schuppenflechte, Sodbrennen, Unterleibsschmerzen, Zahnschmerzen.

Leinsamen enthält die Inhaltsstoffe: Aminosäuren, Ballaststoffe, cyanogene Glykoside, Lignanglykoside, Linolsäure, Schleimstoffe, Phosphatide, Proteine, Sterole, Triterpene, ungesättigte Fettsäuren.

ein paar Tipps:

Leinsamen-Tee: 1-2 TL (ganze Samen) mit 0,5 L Wasser aufbrühen, 10 Min. ziehenlassen und dann abseihen.

Leinsamen-Umschlag: zerquetschte oder gemahlene Samen kurz aufkochen, diesen Samenbrei mit Honig und Olivenöl ergänzen; als Umschlag bei Furunkeln, Bronchitis oder Hautentzündungen äußerlich verwenden.

Leinsamenöl:
– hilft gegen Hautausschläge
– 50 g pro Getränk hilft bei Gallenkoliken
– täglich 1 EL beugt dem Herzinfarkt vor

Die tägliche Portion Leinsamen kann gut im Müsli oder Brot gegessen werden.

Achtung: Beim Verzehr von Leinsamen sollte immer ausreichend Flüssigkeit aufgenommen werden!

Achtung! Leinsamen sollte nicht bei Verdacht auf Darmverschluss oder Darmlähmung angewendet werden.

Weitere Infos im Kräuter-Verzeichnis

Die Serie „Gesund leben mit Berlin-WoMan“:

Avocadokern
Ingwer
Senf
Sekundäre Pflanzenstoffe
Wildbeeren Teil 1
Zimt
Wildbeeren Teil 2
Wildbeeren Teil 3
Heilkräuter I, Petersilie und Thymian
Heilkräuter II, Basilikum und Brennessel
Zwiebel
Knoblauch
Kümmel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.