Gesund leben mit Berlin-WoMan, heute: der Knoblauch

gesund leben mit Berlin-WoMan

Bild: biolernen.de
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Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem eigenen Körper. Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness sind angesagt. Man gräbt viele alte Hausmittel und -rezepte wieder aus und probiert auch Unbekanntes und Neues. Gabi Helmchen von Berlin-WoMan stellt in loser Folge hilfreiche, interessante und überraschende Lebensmittel und Rezepte zur Stärkung der Gesundheit vor. Heute: der Knoblauch

Im alten Ägypten hatte Knoblauch den Status einer Heilpflanze. Griechen und Römer nutzten seine Heilwirkung ebenfalls, in bestimmten Schichten war er aber aufgrund seines penetranten Geruchs verpönt. Knoblauch gehört zu den Zwiebelgewächsen (Alliaceae) und blüht von Juni bis August. Er kommt ursprünglich aus Zentralasien, wird heute aber weltweit angebaut. Der Sage nach wuchs der Knoblauch dort, wo der Teufel beim Verlassen des Paradieses seinen linken Fuß hinsetzte.

Innerlich wird Knoblauch bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Atemwegserkrankungen, bei Keuchhusten, Wechseljahresbeschwerden und Bluthochdruck eingesetzt. Wichtig ist hierbei, dass der Knoblauch gepresst oder fein geschnitten wird, da er nur dann gesundheitlich wirksam sein kann.

Äußerlich wirkt er gegen Warzen, Arthritis, bei Nervenschmerzen (Neuralgien), Muskelentzündungen, Ohrenentzündungen, gegen Ischiasbeschwerden und Hühneraugen. (Nicht alles ist medizinisch-wissenschaftlich belegt.)

Knoblauch heilt Arteriosklerose, Bluthochdruck, gegen Infektionen, Herpes, hoher Cholesterinwert, Magen- und Darminfektionen, Resistenzsteigerung. Er schützt vor Verkalkung, Verdauungsstörungen, Warzen, Würmern, erhöhten Blutfettwerten sowie Magen-Darm-Erkrankungen durch Bakterien, Viren und Pilze. Er beugt altersbedingten Gefäßveränderungen, Bluthochdruck, Arterienverkalkung, infektiösen Darmerkrankungen vor.

Die gesunden Inhaltsstoffe des Knoblauchs  sind: u. a. die Vitamine A, B, C, die Mineralstoffe Kalium und Selen, die sekundären Pflanzenstoffe Polyphenolen und Sulfiden, außerem das Adenosin, das wichtig für den Zellstoffwechsel ist.

Rezepte für eine Knoblauchbehandlung:

  • gegen Husten: 1 gut zerquetschte Knoblauchzehe in 250 ml Milch 10 Minuten lang auf kleiner Flamme kochen. Die Knoblauch-Milch warm in kleinen Schlucken trinken.
  • ayurvedischer Knoblauchtrunk zur Blutreinigung: 1 Tasse Wasser abkochen, auf 40°C abkühlen lassen, den Saft 1 Zitrone dazu; dann 1 zerdrückte Knoblauchzehe und 1 TL Honig hinzu geben: 2 Tassen am Tag sind auch ein Mittel zur Entgiftung.

Vorsicht: Hohe Dosierungen von Knoblauch können zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Direkt nach einer OP sollte kein Knoblauch gegessen werden. Wer Gerinnungshemmer einnimmt, sollte auf Knoblauch verzichten.

Übrigens: es gibt kein wirklich funktionierendes Mittel gegen den Knoblauchgeruch. Ob Pfefferminz, Ingwer, Salbeiöl oder Milch, sie helfen nur vorübergehend gegen den starken Geruch. So lange die schwefeligen Substanzen des Knoblauchs im Körper sind, werden sie über die Lunge und die Haut ausgeschieden und daher riecht es einfach.

Die Serie „Gesund leben mit Berlin-WoMan“:

Avocadokern
Ingwer
Senf
Sekundäre Pflanzenstoffe
Wildbeeren Teil 1
Zimt
Wildbeeren Teil 2
Wildbeeren Teil 3
Heilkräuter I, Petersilie und Thymian
Heilkräuter II, Basilikum und Brennessel
Zwiebel

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