Berlin-Women: Meryl Streep

Berlin-Women

Meryl Streep as Inga Helms-Weiss in Holocaust (TV Miniseries). Screenshot. Bild:  https://en.wikipedia.org/wiki/File:Holocaust_%28TV_miniseries%29.jpg
Meryl Streep as Inga Helms-Weiss in Holocaust (TV Miniseries). Screenshot. Bild: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Holocaust_%28TV_miniseries%29.jpg

Und wieder ist die US-amerikanische Film- und Theaterschauspielerin und Sängerin Meryl Streep (*22.06.1949), in Berlin. Dieses Mal als Präsidentin der Jury für den internationalen Wettbewerb der 66. Berlinale 11.-21.02.2016. Hier erfahrt ihr mehr über die unschlagbare, preisgekrönte Göttin Hollywoods:

19 Mal wurde sie für den Oskar nominiert, 3 Mal hat sie ihn bekommen. Ihre Filme: Holcaust, Kramer gegen Kramer, Silkwood, Jenseits von Afrika, Manhattan, Das Geisterhaus, die Brücken am Fluss, The Hours, Die Eiserne Lady u.a. haben Filmgeschichte geschrieben. Der Tod steht ihr gut, Der Teufel trägt Prada, Mamma Mia und Wenn Liebe so einfach wäre, füllten die Kinokassen.

Meryl Streep stammt aus einer deutsch/schweizerisch/britischen Familie. Sie studierte Schauspiel am Vassar College in New York und schloss an der Fine Arts School of Drama in Yale ab. 1976 spielte sie in New York Theater- und Musicalstücken. Dann kam der Durchbruch 1978 mit der Serie „Holocaust“, in der sie eine junge Frau darstellt, die einen jüdischen Maler (John Woods) heiratet, ihm ins Warschauer Gettho folgt, seinen Abtransport nach Auschwitz miterlebt und mit ihrem gemeinsamen Kind das Kriegsende übersteht. Für die Rolle erhielt die 29Jährige den „Emmy“-Filmpreis.

Schon ein Jahr später wurde sie mit dem Vietnamdrama „Die durch die Hölle gehen“ international bekannt. Unvergesslich ihre Rolle als russische Migrantin Linda an der Seite eines traumatisierten Vietnamheimkehrers (Robert de Niro). In dem Film spielte auch ihr erster Mann, der Charakterschauspieler John Cazale mit, der an Lungenkrebs erkrankt war und bald nach Drehschluss verstarb. Streeps zweiter Mann wurde der Bildhauer Don Gummer, mit dem sie vier Kinder hat und ein zurückgezogenes Leben in den Bergen von Connecticut führt.

Woody Allan und Dustin Hoffman besetzten sie in ihren Filmen. Einen Oskar erhielt sie als beste Nebendarstellerin in Hoffmans Scheidungsdrama „Kramer gegen Kramer“. Ihre Spezialität ist die Darstellung starker Frauen, die durch schicksalhafte Ereignisse herausgefordert werden und es letztendlich schaffen. In den 1980er Jahren mimte Meryl Streep den Typus der Survivorin, in den 1990er Jahren kamen Comedy, Action, Musical & Kitsch-Rollen dazu, die die Filmdiva stets mit Bravour zu meistern wusste. Ihr Name ist das Gütesiegel für jeden Streifen.

Meryl Streep spricht auch berühmte Zeichentrickfilme, wie z.B. die Simpsons ein und spielt in TV Produktionen, wie im Sechsstunden-Stück Angel of America von Tony Kushner, wo sie gleich 4 Rollen übernahm. Seit 2001 steht sie wieder auf der Theaterbühne: z.B. in Tschechows „Die Möwe“ und in Brechts „Mutter Courage und ihre Kinder“.

2009 erhielt sie den Ehrentitel „Doctor of Fine Arts“ der Princeton University. Meryl Streep gehört bis heute zu den best verdienenden Schauspielerinnen Hollywoods, ihre Gage erreichte eine Höhe von 16 Mio $. Davon spendet sie, wie beispielsweise 1 Mio $ an das America’s National Women’s History Museum.

Aktuell ist ihr Film Suffragette in den Kinos, in dem sie Emmeline Pankhurst, eine Aktivistin der Frauenbewegung um 1900 darstellt.

Welcome Meryl, we love you!

Meryl Streep auf der PK der 66. Berlinale, heute, 19:00 Uhr, tagesschau.de

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