Flüchtlinge 2015, Teil 2

Solidarity

©Berlin-Woman
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Flüchtlinge, ich kann´s nicht mehr hören. Die wollen alle nach Deutschland, weil wir es denen so leicht machen. Es sind Mio und alles ungebildete junge männliche Araber mit miesem Sexualverhalten, kriminell und keinem Wort Deutsch. Silvester war der Beweis, die machen uns fertig. Ehrlich, DAS können WIR nicht mehr hören. Gerede ohne konkrete Zahlen und null Schnall von den realen Abläufen. Deshalb haben wir wieder mal recherchiert und die w(r)ichtigen Zahlen und Fakten zusammengetragen. Hier ist: Deutschland und seine Flüchtlinge im Jahr 2015, Teil 2 für Fortgeschrittene. In Teil 1 liefern wir die Basics. Mit 1 und 2 seid ihr voll abgedatet. Los geht’s:

Die wollen alle nur nach Deutschland:

Die Hauptzielländer der Flüchtlinge sind Russland, Deutschland, USA, Türkei, Südafrika, Italien Frankreich, Serbien und Österreich. Die Reihenfolge entspricht dem Beliebtheitsgrad.

Zu uns kommen Mio Araber:

2015 kamen 1.091.894 Flüchtlinge nach Deutschland. Darunter 67.194 unbegleitete minderjährige Ausländer, jetzt in der Obhut der Jugendhilfe und knapp 500.000 Flüchtlingskinder!

Knapp die Hälfte davon beantragte Asyl, das sind 441.899 Erstanträge und 34.750 Folgeanträge. 2/3 (66,6 %) der Folgeanträge stammen von Personen aus der Balkanregion.

Die Asylantragsteller.innen kommen aus Syrien (35,9 %), Albanien (12,2 %), Kosovo (7,6 %), Afghanistan (7,1 %), Irak (6,7 %), Serbien (3,8 %), Eritrea (2,5 %), Mazedonien (2,1 %), Pakistan (1,9 %), Ungeklärt und Sonstige (20 %).

282,726 Asylanträge wurden bearbeitet. Darunter wurden 137.136 (48 %)als Flüchtlinge anerkannt (die können sehen, wie sies hinkriegen), 2.029 (0,7 %) wurden Asylberechtige, 1.707 (0,6 %)wurden Flüchtlinge mit subsidärem Schutz, 2.072 (0,7 %) mit Abschiebungsverbot. 91.514 (32,4 %) wurden abgelehnt, 50.297 (17,8 %) sind im formellen Entscheidungsverfahren (was immer das heisst).

Das sind alles junge,arabische Analphabeten:

71,1 % der Asylerstantragsteller sind jünger als 30 Jahre und mehr als 2/3 aller Erstanträge wurde von Männern gestellt. Der Bildungsgrad der syrischen Asylbewerber liegt bei 21 % mit Hochschulabschluss, 22 % mit Abitur und 47 % mit dem Besuch einer Grund- oder Hauptschule über dem Durchschnitt(Stand: 2014 bis Sept. 2015). Im Schnitt sind es 15 % mit Hochschulabschluss, 16 % mit Abitur, 35 % mit Mittelschulbildung, 24 % besuchten eine Grundschule und 11 % haben keine Schulbildung.

Die sind doch alle kriminell:

Laut Statistik des BKA vom 13.11.2015 werden „Flüchtlinge im Durchschnitt genauso wenig oder oft straffällig wie Vergleichsgruppen der hiesigen Bevölkerung“. 34 % der straffälligen Flüchtlinge und Migranten begehen Vermögens- und Fälschungsdelikte, darunter hauptsächlich Schwarzfahren. 33 % machen sich mit Diebstählen strafbar und 16 % mit Raub und Körperverletzung. Sexualstraftaten lagen unter 1 %, was sich mit den Kölner Vorfällen nach oben hin verändert hat.

Die holen jetzt alle ihre Familien nach:

Im Berichtsmonat Dezember stieg die Zahl der eingereisten Frauen und Kinder erstmals um 55 %. 2015 sind insgesamt 20.000 Personen im Kontext des Familiennachzugs nach Deutschland gekommen. Das Verfahren ist kompliziert und durch das seit Oktober geltende neue Asylrecht noch verschärft.

Statistik, BAMF

die Flüchtlingskrise in Deutschland auf Wikipedia

Flüchtlingsstatistik weltweit dr UN

das Asylpaket I vom 23.10.2015

 

2 Gedanken zu „Flüchtlinge 2015, Teil 2

  1. Hallo Sabeene, vielen Dank! Wir hatten ja schon mal im September die Zahlen durchgespielt, weil uns dieses populistische Herumgerede so auf den Keks gegangen ist. Positive Projekte sind ein eigener Artikel wert. Denn das bedeutet, wie die anderen auch, viel, viel ordentliche Rechrchenarbeit.

  2. Das finde ich gut, das du mal die Zahlen zusammenstellst. Ich frage mich manchmal, wovon soll bloß abgelenkt werden mit dieser populistischen Berichterstattung. Wo bleiben die Relationen? Warum kann man die Menschen nicht mit einbeziehen, z.B. durch alltägliche Mitarbeit beim Essen zubereiten, Kinder betreuen und unterrichten usw. .Zur Untätigkeit verdammt, welche Verschwendung von Ressourcen und die Stimmung wird dadurch auch nicht besser. Zum Glück gibts genug positive Beispiele, die könnten hier vielleicht auch Erwähnung finden?

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