Massive Strafverfolgung für Sexualtäter! Berlin-WoMan über die Kölner Silvesternacht

für die Opfer, gegen die Täter von Sexualdelikten

Max_Beckmann,_1918-19,_The_Night_(Die_Nacht),_oil_on_canvas,_133_x_154_cm,_Kunstsammlung_Nordrhein-Westfalen,_Düsseldorf
Max Beckmann, die Nacht, 133 x 154 cm, 1918/19, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen. Bild: https://en.wikipedia.org/wiki/The_Night_%28painting%29

 

Silvester 2015/16 auf dem Kölner Domplatz. Eine große Anzahl an Frauen wird beraubt und sexuell belästigt. Die Polizei kriegt die Situation nicht in den Griff. Anzeigen im 3stelligen Bereich gehen bei der Polizei ein, 1/3 mit sexuellem Hintergrund. Es gibt 31 Tatverdächtige, 3 sitzen in U-Haft. Unter den Verdächtigen sind vor allem  15-35jährige Männer aus dem nordafrikanischen und arabischen Raum. Deutschland wird von einer Orkanwelle erfasst:

 

der erste Sturm: Mehrere hundert nachweislich zu 90 % aus dem arabischen Raum stammende Männer im Alter von 15-35 Jahren umzingelten, beklauten, belästigten und betatschten Frauen, die auf dem Kölner Domvorplatz Silvester feierten. Die Angreifer agierten offenbar in einer organisierten großen Gruppe bzw. in mehreren Gruppen. Dabei soll es sich um das „taharrush gamea“ (gemeinschaftliche sexuelle Belästigung) handeln, das in arabischen Ländern praktiziert und nur durch jeweils massiven Polizeieinsatz eingedämmt werden kann. In Köln war die Polizei unterbesetzt und schlecht ausgerüstet. Sie drang gar nicht zu den Hilferufenden vor, wurde mit Feuerwerkskörpern und Flaschen beworfen und von den deutschsprechenden Männern beschimpft und beleidigt. Bis der Domvorplatz geräumt war, herrschte Chaos. Danach die gezielte Falschmeldung auf Order des Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers: die Silvesternacht wäre friedlich verlaufen. By the way: Das war ein mordsmäßiger Fehler!

der zweite Sturm: In den folgenden 3 Tagen gingen 121 (die Medien sprechen auch von über 300 ) Anzeigen gegen die Täter ein. Medienberichte verbreiteten erste Infos: über 1.000 Männern aus dem Flüchtlings- und Asylantenmilieu, organisiertes Verbrechen, Raub, sexuelle Übergriffe, Vergewaltigungen und Körperverletzungen auf der Domplatte. Mit diesen Angaben ging ZDF-Online auf Twitter und wiegelte in einer Meinungsumfrage die Öffentlichkeit auf. Parallel dazu setzte sich die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit ihren völlig unrealistischen Verhaltensmaßregeln für junge Frauen in die Nesseln: Es bestünde IMMER die Möglichkeit, vor Fremden eine Armeslänge Abstand zu wahren. Wieder ein Aufschrei in den sozialen Medien. By the way: In der Bütt wäre das ein richtig guter Witz!

der dritte Sturm: Wolfgang Albers wird in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Das BKA gibt zu: Die deutsche Polizei hat ein komplett überholtes Täterimage. By the way: Tatortgucken ist keine Lösung! Bei den Kölner U-Häftlingen handelt es sich um moderne Nomaden, die überhaupt kein Asyl wollen, sondern mit den Flüchtlingsströmen durch Europa ziehen. Für diese Klientel muss eine neue Überführungsstrategie entwickelt werden. CDU und SPD (Sigmar Gabriel und Hannelore Kraft) fordern ein schärferes Strafrecht für kriminelle Asylanten und Flüchtlinge. Aktuell wird diskutiert, was mit solchen geschehen soll, die vor Krieg und Gewalt im eigenen Land geflohen sind. Derweil warnen die Grünen vor einer rassistischen Auslegung der Tat, demonstrieren die Pegida-Rechten in Köln und macht die AfD, allen voran der Thüringer Landes- und Fraktionschef Björn Höcke, mobil.

der vierte Sturm: Der deutsche Frauenrat und verschiedene weibliche Promis, darunter die bekannte Moderatorin Dunja Hayali fordern die massive Strafverfolgung der Täter und stärkeren Schutz für Frauen vor sexuellen Übergriffen. Die Bundesregierung will die Definition von Vergewaltigung künftig schärfen. Als Vergewaltigung gilt, wenn der Täter

  • überraschend in der Öffentlichkeit übergriffig wird
  • das Opfer (verbal und emotional) einschüchtert und unter Druck setzt, auch ohne direkte Gewaltandrohung
  • dem Opfer Gewalt- und Tod androht, und es sich deshalb nicht wehrt

In dem ganzen Gewinde ist DAS mal eine positive Wendung. Denn sie betrifft die allgemeine Rechtssprechung und räumt ALLEN Sexualopfern die Rechte ein, die ihm/ihr zustehen. Das Täter-Opfer-Verständnis könnte sich dadurch maßgeblich ändern und sich wiederum auf die Bekämpfung durchgeknallter und feiger „taharrush gameas“ auswirken. Behalten wir dabei die Füße auf den Boden und die richtigen Zahlen im Kopf: 8.000 Fälle sexueller Nötigung werden in Deutschland jährlich gemeldet. 2.640 Täter sind nichtdeutsch, 657 sind türkischer Herkunft, 300 sind Asylanten. Verdoppeln, ja verdreifachen sich nun die Zahlen für Asylanten?

By the way: Jedes Opfer ist eins zu viel! Berlin-WoMan wird weiter berichten.

Quellen: DIE WELT online, BILD online, SPIEGEL online, FOCUS online, der deutsche Frauenrat

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3 Gedanken zu „Massive Strafverfolgung für Sexualtäter! Berlin-WoMan über die Kölner Silvesternacht

  1. Vielen Dank für diese klare Darstellung der Ereignisse und der Entwicklung zu deren Reflexion. Es jagt mir schon einen Schauer über den Rücken, moderne Frauen in unserer Zeit so machtlos und gedemütigt zu sehen. Dass wir eine reife, demokratische Zivilgesellschaft haben und deren Gesetzgebung tatsächlich umgesetzt werden kann, ist nicht zuletzt bezogen auf den offenen und zügigen Umgang mit den Ereignissen zu beweisen. Wir sehen, was es bedeuten kann, dass Männliche Ehrbegriffe in anderen Kulturen auch anders besetzt sind. Gewalt gegenüber Frauen in unserem Land nicht zuzulassen und das Recht der Selbstbestimmung hier zu schützen wird so plötzlich zu der zentralen Aufgabe in einer globalen Welt. Lasst uns dazu beitragen, dass die Verantwortlichen hinschauen und handeln müssen und es nicht reicht, den vermeintlich Schuldigen zu benennen.

  2. Glaubt ihr die Chose wirklich? Glaubt ihr an den Krieg? Erst Welcome der Bürger, jetzt ein Scenario, das mutlos, rassistisch, gewalttätig macht. Okay, das sind wir auch. Aber daraus könnten/werden wir lernen. Kopf hoch! Ich will glauben, dass die Liebe gewinnt, nicht Angst oder Hass. Immer.

  3. DANKE liebe Carola für Deine qualifizierte Berichterstattung; die Bezeichnung „taharrush gameas“, die arabische Form der sexuellen Belästigung, habe ich erst durch Deinen Artikel gehört und bin entsetzt.

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