Weihnachten mal anders: Wintersonnenwende, heute Nacht

Weihnachten genießen mit Berlin-WoMan

Aufgang der Wintersonne über Berlin-Kreuzberg©Berlin-Woman
Aufgang der Wintersonne über Berlin-Kreuzberg©Berlin-Woman

Weihnachten ist nicht nur der 24. und 25.12. Andere Nationen feiern es an ganz anderen Tagen, wie an Nikolas oder Dreikönige. Ebenso gibt es heidnische Feste und Bräuche. So ist heute und morgen Wintersonnenwende. Die Mittagssonne hat den niedrigsten Stand am Himmel, heute Nacht ist die längste des Jahres. Dann beginnt astronomisch gesehen das neue Jahr und der Sommer! Und so wird das gefeiert:

  • Bei den Germanen hieß die Wintersonnenwende Yule, das Geburtsfest der Sonne. Ihr Symbol war das Rad (jol), das brennend einen Abhang heruntergerollt wurde. Zu Ehren der Lichtgöttin Lucina entzündete man Kerzen und gedachte der Verstorbenen.

  • Für die Kelten war die Wintersonnenwende eine Art Lebenswende. Sie begannen mit Reinigung, Fasten und mystischen und rituellen Bräuchen, die sie in den Rauhnächten fortsetzten.

  • Zur Wintersonnenwende verehrten die Römer den Sonnengott Sol invictus als unbesiegbaren Beschützer. Vom 17.12.-01.01. feierten sie das Winterfest zu Ehren des Erntegotts Saturn. Dazu schmückten sie ihre Häuser mit Stechpalmen und Mistelzweigen. In dieser Zeit war jegliche Arbeit verboten.

  • In Vorderasien fiel die Wintersonnenwende auf die Geburt des Lichtgottes Mithras (Sol, Helios).

  • Im frühen Christentum wurde die Wintersonnenwende dem Apostel Thomas zugewiesen, der am längsten an der Auferstehung von Jesus Christus gezweifelt hatte.

Fangt schon jetzt an zu feiern, zündet ne Kerze oder auch zwei oder vier an. Und es wird noch doller. 25.12.-05.01. kommen nämlich die Raunächte mit Reinigung und Ausräuchern von Haus und Hof, der wilden Horde und anderen Ritualen. Davon in den nächsten Tagen mehr.

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