Gesund leben mit Berlin-WoMan, Heilkräuter II. Basilikum und Brennessel

gesund leben mit Berlin-WoMan

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Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem eigenen Körper. Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness sind angesagt. Man gräbt viele alte Hausmittel und -rezepte wieder aus und probiert auch Unbekanntes und Neues. Berlin-WoMan stellt in loser Folge hilfreiche, interessante und überraschende Lebensmittel und Rezepte zur Stärkung der Gesundheit vor. Heute: Heilkräuter II, Basilikum und Brennessel.

In der Botanik kommt der Begriff „Kräuter“ nicht vor. Kräuter werden über ihren Nutzen definiert: es gibt Küchen-, Gewürz- und Heilkräuter. Küchen- und Gewürzkräuter dienen der Geschmacksverbesserung des Essens. Heilkräuter bilden die Grundlage für Arzneimittel oder sind auch selbst Arzneimittel. Heute geht es um 2 Kräuter, die beides können. Sie würzen unser Essen und haben heilende Wirkung: Basilikum und Brennessel.

Basilikum kommt vor allem im Mittelmeerraum vor, aber auch in Indien und Thailand. Schon die Griechen in vorchristlicher Zeit nutzten Kompressen mit Basilikum gegen Schwindel. Auch in Klostern gehörte es zur Naturkräutermedizin und wurde bei Krankheiten eingesetzt, die Herz, Hirn und Geist betreffen. Das Gewürzkraut Basilikum ist aus der Mittelmeerküche nicht wegzudenken. Die Geruchs- und Geschmacksrichtungen reichen von Zitrone bis Anis.

Basilikum wird innerlich und äußerlich eingesetzt, als Tee, Saft, Salbe oder Badezusatz. Es hilft bei Magenbeschwerden, Blähungenmedizin, Kopfschmerzen, Schwindel, Gleichgewichtsstörungen, Heiserkeit, Halsschmerzen, Schlafstörungen, Periodenkrämpfe, Wechseljahrbeschwerden, Stress, Depressionen, Innerer Unruhe. Basilikum enthält die Wirkstoffe: Ätherisches Öl, Basilischer Kampfer, Cineol, Menthol, Thymol, Methylcavicol, Anethol, Kampfer, Gerbstoff, Saponine, Flavonoide, Farnesol, Stigmasterol, Beta-Sitosterol.

Basilikumtee: 2 Tl getrocknete oder frische Blätter pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und 10 Min. ziehen lassen, danach abseihen. Der Tee sorgt für Entspannung und ist gut für die Nieren. Etwas stärkerer Tee ist sehr gut zum Gurgeln bei Mundhöhlenentzündungen oder Erkältungen.

Basilikumöl & Basilikumtinktur: 1-2 Tl getrocknetes Basilikum mit erwärmtem Oliven- oder Rosenöl bedecken und vermischen, 1 Tag ziehen lassen. Abseihen und im Glas aufbewahren (ca. 2 Monate haltbar). Gut gegen Insektenstiche, Schlaflosigkeit und Migräne. Die Tinktur (aus einem Sud aus starkem Tee) eignet sich gut für Einreibungen auf Brust, Schläfe und Kopfhaut und bei Hautabschürfungen.

Die Brennessel wächst weltweit, ist winterfest, verträgt aber kein tropisches Klima. Im Mittelalter wurde sie vor allem in Klostergärten zu Heilzwecken angebaut. Hildegard von Bingen entdeckte und berichtete über eine Vielzahl von Heilwirkungen. In Zeiten von Hungersnöten wurde die Brennnessel als Gemüse, Salat oder als Suppe verarbeitet. Seit einigen Jahren erlebt sie eine Renaissance auch in der gehobenen Küche. Zur Verarbeitung eignet sich die gesamte Pflanze, im Frühjahr geerntet, brennen die Blätter noch nicht.

Brennessel wird innerlich und äußerlich eingesetzt, als Tee, Saft oder Einreibung. Sie hilft bei Rheuma, Gicht, Insektenstiche, Sonnenbrand, trockene und rissige Haut, Nesselsucht, Verbrennungen, Allergie, Sonnenbrand, Nierenträgheit, Nierenzündung, Blasenentzündung, Stoffwechselstörung, Haarschuppen. Brennessel enthält die Wirkstoffe: Vitamin C, Chlorophyll, Nesselgift, Proteine, Minerale, Bitterstoffe, Minerale, Gerbstoff in der Wurzel, Spurenelemente.

Brennesseltee: 1 bis 2 Tl fein geschnittenes Brennessel-Kraut mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen und 3 bis 4 Minuten ziehen lassen. Gut zur Entwässerung und für die allgemeine Vitalität.

Brennesselsud: 100 g Brennesselwurzeln in 1 L Weinessig ansetzen. 8 Tage an der Sonne stehen lassen. 2 x täglich 1 El in 1 Glas Wasser verrühren und trinken. Oder: 3-4 zerkleinerte Stangen Brennnessel mit 1 L Wasser 5 Min. kochen. Den Sud einige Stunden ziehen lassen und abseihen. In die Kopfhaut einmasieren. Hilft bei Problemen mit Kopfhaut und Haar auch gegen Haarausfall.

Weitere Infos und Rezept auf Naturheilkräuter.org und im Kräuterverzeichnis.

Die Serie „Gesund leben mit Berlin-WoMan“:

Avocadokern

Ingwer

Senf

Sekundäre Pflanzenstoffe

Wildbeeren Teil 1

Zimt

Wildbeeren Teil 2

Wildbeeren Teil 3

Heilkräuter I, Petersilie und Thymian

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