No Solidarity: Nestlés Geschäfte mit dem Trinkwasser und anderer Dreck

No Solidarity!

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Nestlé ist einer der weltgrößten Lebensmittelkonzerne mit circa 8.000 Produkten. Die Palette reicht von Babynahrung über Süßigkeiten, Parfüms, Tierfutter und Kaffee bis zum Wasser. Der Globalplayer hat in den letzten Jahrzehnten alles an Konkurrenz aufgekauft, was den eigenen Profit minderte. Das ist ein Machtmittel, welches Nestle immer wieder einsetzt. Zur Zeit erwirbt Nestle weltweit Land mit Wasservorkommen, füllt dieses Wasser in Flaschen ab und verkauft es zu horrenden Preisen. 

1867 entwickelt der schweizer Apothekergehilfe Heinrich Nestle die erste Nahrung für Säuglinge, die nicht gestillt werden können. Ab 1874 kauft die Firma Nestlé Anteile anderer Firmen oder gleich die ganze Firma. 100 Jahr später steigt Nestlé auch in das Mineralwasser-Geschäft ein.

Wasser ist überlebenswichtig. Das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser ist seit 2010 in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert. Das Menschenrecht auf Wasser ist die Voraussetzung für anderes, etwa das Menschenrecht auf Leben, angemessene Ernährung und medizinische Versorgung. An der Umsetzung hapert es, da die Global-Player (Firmen wie Nestlé und Monsanto) um ihre Profite fürchten. Da wird gedroht, erpresst, bestochen, auf allerhöchster politischer Ebene und beim kleinen Landbesitzer. Durch die Privatisierung und Kommerzialisierung gemeinschaftlicher Wasserressourcen erhöht sich nicht nur die Gefahr ihrer Erschöpfung und Verschmutzung. Immer wird auch der Zugang für die vorherigen Nutzer/innen beschränkt. Besonders betroffen sind auch hier wieder Menschen in den ärmeren Regionen der Welt. Milliarden kleinbäuerlicher Existenzen und arme Stadtbewohner/innen in den Ländern des Südens hängen vom Zugang zu Wasser ab.

6 Mill. € verdient Nestlé mit ihren weltweit 77 Wassermarken. Die bekannteste heißt „Pure Life“ und wird vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern verkauft. 34,6 Ltr. Flaschenwasser werden weltweit pro Kopf und Jahr getrunken. Tendenz stark steigend. Der Verbrauch variiert allerdings von Region zu Region: Mexikaner trinken jährlich 201 Ltr., Deutsche 144 Ltr. und Chinesen 21 Ltr. Der Anreiz für die Wasserhändler: Der Rohstoff ist spottbillig, die Weiterverarbeitung einfach, der Verkaufswert hoch. In Nigeria ist ein Liter Wasser teurer als ein Liter Benzin. In Indien saugt Nestlé für ihr Tafelwasser die Brunnen der Armen leer. Und gleichzeitig zwingt die Firma Monsanto Bauern zur Nutzung ihrer Saaten und Dünger. Doch das ist die nächste Geschichte mit gleichem Ansatz und gleichen Auswirkungen.

Und Übrigens: Der Schweizer Konzern stellt längst nicht mehr nur Glace, Schokolade und Babymilch her. Er ist nun auch die Nummer zwei im Geschäft mit Anti-Falten-Spritzen.

Und ganz zum Schluss aus aktuellem Anlass: Der steigende Sulfatgehalt aus Vattenfalls Braunkohle-Tagebauen in der Lausitz bedroht das Berliner Trinkwasser. Deswegen gibt es auf der Campact Petionsplattform weACT den Aufruf BERLIN: SCHÜTZT UNSER TRINKWASSER! Damit wir zukünftig nicht von Nestlé-Mineralwasser-Flaschen abhängig sind!

Hier ein paar Marken und Produkte, die zum Nestle-Konzern gehören und die ihr NICHT kaufen solltet:

Thomy,  Maggi, Schöller, Mövenpick, Schwartau, Lóreal, Buitoni , Müller Milch

Diesel, Ralph Lauren, Giorgio Armani, Yves Saint Laurent, Stella MC Cartney

Friskies, Purina Gourmet, Purina One, Matzinger, Pro Plan, Bonzo

Rolo,  Aero, Nuts, Lion, After Eight, Choco Crossis, Chocolait Chips, Crunch, Smarties, KITKAT, Butterfinger

Nestle LC1, Dibs, Drumstick Häagen Dazs, La Cremeria

Nescafe, Nesfrappe, Caro, Coffee Mate, Korona, Linde, Nespresso

Bübchen, Alete

Perrier, San Pellegrino,  Pure Life, Vittel, Aquarel, Contrex

Weiterführende Infos:

Mineralwassermarken, die zum Nestlé-Konzern gehören

netzfrauen: Bottled Life – Nestlé, das Geschäft mit Wasser und seine Zusammenarbeit mit Google

konsumpf – Forum für kreative Konsumkritik: Diese Marken gilt es zu meiden

Ganjageorge: Boykottliste: Nestlè!

we ACT-Petition: BERLIN: SCHÜTZT UNSER TRINKWASSER!

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