kreative Unternehmen: Hackathon, eine neue Form der Problemlösung

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Hackathon auf Berlin-WomanHackathon, noch nie gehört. Um diese Wissenslücke zu schließen, traf unsere Gastbloggerin Cornelia Ewald am vergangenen Mittwoch die bekannte Netzpolitikerin Anke Domscheit-Berg. Hackathon ist eine Kreuzung aus Hacking und Marathon – eine innovative Wortkombination. Hier kommen jede Menge frei-willige junge und junggeblieben Menschen zusammen, die sich um Lösungsansätze für aktuelle Problemstellungen bemühen, diese umsetzen und für die Community nutzbar machen. Erfahrt mehr von diesem neuen sinnmachenden Trend:

Hackathon versteht sich als bemerkenswertes Engagement einer Gruppe von Menschen, denen man das gemeinhin nicht zuschreibt: den Computerverrückten und Nerds. Von Verdrossenheit und Inaktivität keine Spur, auch wenn die Teilnehmer über Stunden und Tage ohne erkennbare Pause zusammensitzen und in kompetenzgemischten Gruppen über Ideen beraten und deren Umsetzung möglichst vollständig entwickelt ins Netz stellen.

Bei Trendreport finde ich eine weiterführende Erklärung des Hackathon: gemeinschaftlich werden Lösungen für schwierige Situationen – jeder nach seiner Leistung und seiner Facon – gesucht und unbürokratisch umgesetzt. Auch Firmen nutzen inzwischen weltweit die Chance von Hackathons.

Das Schnelle und Wirksame scheint mir das auffälligste Merkmal des Hackathon, und das ist oft bitter nötig. Wie in der Flüchtlingssituation, wo Ehrenamtliche einspringen, ihre Zeit und ihr Geld spenden, bis zur Erschöpfung arbeiten. Alles das aber meistens allein. Anke Domscheit Berg – Netzwerkerin und Szeneerfahrene – besichtigt und prüft am Mittwoch unseres Meetings einen Raum für den refugeehackathon, der vom 23. – 25.10.2015 in Berlin stattfinden soll. Genügend Platz und Anschlusskapazität für die erwarteten Teilnehmer und Megabytes müssen verfügbar sein.

Es geht, wie der Titel schon sagt, um Flüchtlinge. Um die Zustände, die in der Turmstrasse, vor dem sogenannten LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales) herrschen. Schwerwiegend, bestürzend, höchst beunruhigend und skandalös. Es klafft eine unüberbrückbare Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit, entgegen allen Behauptungen in der Öffentlichkeit. Von daher ist die Aufgabenstellung dieses Hackathons: Wie vernetzen sich Programmierer, Helfer, Fachkundige und Behörden schnell und effektiv miteinander; wie können Geflüchtete schneller selbständig werden; wie können sie für ihre eigene Integration sorgen; welche Software schafft Lösungen.

Anke Domscheit-Berg studierte zunächst Textilkunst in der DDR an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg (heute TH Zwickau) , erwarb im Anschluss einen MA in European Business Administration (University of Northumbria at Newcastle, England) und einen BA für Internationale Betriebswirtschaft in Deutschland (Bad Homburg, heute HS Accadis) Vor Ihrer Selbständigkeit war sie bei Microsoft Deutschland für Verwaltungsbeziehungen und innovative Programme in der öffentlichen Verwaltung zuständig. Heute betreibt sie mehrere eigene Unternehmen, mit dem Ziel, den Frauenanteil im Management von Unternehmen zu stärken und zu erhöhen. Die Netzpolitikerin engagiert sich schon seit langem in der Flüchtlingsfrage. Ihr ungebrochener Optimismus und Idealismus sind bewundernswert. Und nachahmenswert. Man muss helfen, wenn einer in Not ist!

Refugeehackathon

Anke Domscheit-Berg

Trendreport

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