Gesund leben mit Berlin-WoMan, heute: Wildbeeren Teil 3

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Bild: www.diabetes-ratgeber.net
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Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit dem eigenen Körper. Gesundheit, Wohlbefinden und Fitness sind angesagt. Man gräbt viele alte Hausmittel und -rezepte wieder aus und probiert auch Unbekanntes und Neues. Berlin-WoMan stellt in loser Folge hilfreiche, interessante und überraschende Lebensmittel und Rezepte zur Stärkung der Gesundheit vor. Heute: Wildbeeren Teil 3 

Viele Wildbeeren werden seit Jahrhunderten und weltweit in der Heilkunde eingesetzt, einige gelten eher als Heilpflanzen, denn als Nahrungsmittel. Im heutigen Wildbeeren Teil 3 werden 2 besondere Heilpflanzen vorgestellt: die Preiselbeere und die Vogelbeere.

Preiselbeeren werden nicht nur roh genossen. Man verzehrt sie in Form von Tees, Säften, als aufgelöste Granulate und sogar als Zutat in Backwaren und Mehlspeisen. Die rote Preiselbeere gehört zur Familie der Heidekrautgewächse und zur Gattung der Heidelbeere. In der Naturheilkunde werden Blätter und Beeren eingesetzt. Preiselbeeren zählen zu den stärksten natürlichen antiseptischen Mitteln im Pflanzenreich. Sie enthalten Arbutin, Phenolglykoside, Gerbstoffe, Flavonoide, organische Säuren, Triterpene, Vitamin A und C. Sie wirken adstringierend, antibakteriell, beruhigend, entzündunghemmend, harntreibend und besitzen antivirale, bakterizide und fungizide Wirkstoffe.

Anwendungen der Preiselbeeren bei:
Appetitlosigkeit, Bettnässen, Blasenkrampf, Blasensteine, Durchfall, Erhöhter Cholesterinspiegel, Erkältung, Fieber, Gicht, Harnwegsinfekte, Husten, Kopfschmerzen, Nierenbeckenentzündung, Rheuma, Vitamin C Mangel.

Preiselbeer-Geist: 250 g frische Preiselbeeren in 1 L Korn ansetzen, 4 Wochen stehen lassen. Abfiltern und teelöffelweise gegen Durchfall einnehmen.

Preiselbeerblätter-Tee: 1-2 TL Preiselbeerblätter mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Abseihen und in kleinen Schlucken bis zu 3 Tassen am Tag trinken. Hilft bei entzündeten Harn- und Gallenwegen, Rheuma und Nierensteinen.
Vorsicht: Die Blätter wirken blutzuckersenkend. Insulinpflichtige Diabetiker sollten den Tee nur in Absprache mit dem/der Arztes/Ärztin einnehmen.

Mehr Infos gibt es im Kräuter-Lexikon.

Vogelbeeren stärken das Immunsystem, die Atemwege und die Bronchien und beugen Infektionen vor. Der Vogelbeerbaum wird auch Eberesche genannt. Die leuchtend roten Früchte werden im November geerntet und an einem schattigen Platz getrocknet. Entgegen der landläufigen Meinung sind die Vogelbeeren ungiftig. In der Naturheilkunde finden alle Bestandteile ihre Verwendung: Rinde, Blätter und Früchte. Sie wirken antioxidativ, verdauungsfördernd und entzündungshemmend. Sie gehören zu Familie der Rosengewächse. Vogelbeeren enthalten Vitamin C, Gerbstoff, Sorbitol, Sorbitansäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Bernsteinsäure, Weinsteinsäure, Spuren der Parasorbinsäure (leicht giftig), Bitterstoff, Pektin, ätherisches Öl.

Anwendungen der Vogelbeeren bei:
Harnproblemen, Leberprobleme, Leberzirrhose, Gallenprobleme, Gallensteine, Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Verstopfung, Skorbut, Immunschwäche, Durchfall, Bronchitis, Lungenentzündung, Grünem Star.

Schönheitsmaske: 1 Handvoll Beeren und 4 El Honig, alles gut durch pürieren. Die Breimischung auf die Gesichtshaut auftragen, Augenpartien freilassen. Nach 20 Minuten mit lauwarmem Wasser abspülen.

Tee bei Grauem Star: 2 TL getrocknete Blätter und/oder Früchte mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen. Abseihen und in kleinen Schlucken 2 Tassen pro Tag über mehrere Tage trinken. Dieser Tee kann auch bei Stoffwechselproblemen, Prostatabeschwerden und Mandelentzündungen helfen.

Mehr Infos gibt es im Kräuter-Verzeichnis.

Die Serie „gesund leben mit Berlin-WoMan“:

Avocadokern

Ingwer

Senf

Sekundäre Pflanzenstoffe

Wildbeeren Teil 1

Zimt

Wildbeeren Teil 2

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