Comfort-Women! Kim Bok-Dong kommt nach Berlin, 22.-23.09.2015

Solidarity

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Bild: mit frdl. Genehmigung des Korea Verband

Comfort-Woman, das hat alles andere als mit Komfort zu tun. Bei den Comfort-Women handelt es sich um 20.000 Frauen aus verschiedenen asiatischen Ländern, die im Zweiten Weltkrieg von japanischen Militärs verschleppt und zur organisierten Prostitution gezwungen wurden. Die 89-jährige KIM Bok-Dong ist eine von ihnen und eine der wenigen überlebenden „Trostfrauen“. Auf ihrer Europareise nach Oslo, Genf und London macht 22.-23.09.2015 in Berlin Halt und erzählt von ihrer Geschichte im Asien-Pazifik-Krieges (1937-1945).

KIM Bok-Dong war 14 Jahre alt, als sie vom japanischen Militär aus Korea über Guangdong (China), Hong Kong, Sumatra, Malaysia bis nach Singapur verschleppt und über mehrere Jahre zur sexuellen Sklaverei gezwungen wurde. Sie gehörte zu den sogen. „Trostfrauen“. Diese wurden in „Trost“-Bordellen des Militärs vergewaltigt, geschlagen, gefoltert und viele von Ihnen getötet. Einige wurden sterilisiert, was nicht nur schwere psychische Folgen, sondern auch erhebliche materielle und gesellschaftliche Nachteile in ihrem jetzigen Leben mit sich brachte. Nach Kriegsende ließ die japanische Armee die Frauen völlig mittellos in der Fremde zurück. Nur wenigen gelang es, in ihre Heimat zurückzukehren und einige leben noch immer in den früheren Kriegsregionen.

Bis heute – 70 Jahre nach Kriegsende – kämpfen die Trostfrauen, und mit ihnen KIM Bok-Dong für die Anerkennung des Kriegsverbrechens durch die japanische Regierung. Japans derzeitiger Premierminister Shinzo Abe beharrt darauf, dass nicht das Militär, sondern private Schlepper verantwortlich gewesen wären.

Am 22.09.2015 wird KIM Bok-Dong ihren Zeugenbericht in Berlin vortragen und ihr Recht auf Anerkennung dieses Kriegsverbrechens einfordern. Im Anschluss werden Akteure aus Korea, Japan und Deutschland über den Stand der Aufarbeitung berichten. Ohne die Forschung von Prof. HAYASHI Hirofumi wäre die umfangreiche Deportation der „Trostfrauen“ durch das japanische Militär nicht bewiesen worden. Gemeinsam wird darüber diskutiert, warum eine Anerkennung für die Opfer heute wichtig ist und welche Strategien gegen Japans Leugnung umgesetzt werden können.

Termine:

22. 09.2015: Das Leiden der „Trostfrauen“ – Japans Verantwortung. Wege zur Gerechtigkeit für die Opfer sexueller Sklaverei im Zweiten Weltkrieg
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin, freier Eintritt, wegen begrenzter Anzahl der Plätze bitte per Mail anmelden: mail@koreaverband.de

18:00 Uhr Einführung Dr. Regina Mühlhäuser (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur)
Zeugenbericht KIM Bok-Dong: „Trotz allem werde ich laut und deutlich sprechen.“
18:45 Uhr Podiumsdiskussion mit YOUN Mee-Hyang (Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan), Prof. HAYASHI Hirofumi (Historiker, Kanto Gakuin University, Yokohama), Uta Gerlant (Stiftung Erinnerung, Verantwortung, Zukunft)
Gaby Zipfel (Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur)
19:20 Uhr Diskussion mit dem Publikum

(Eine Veranstaltung des Korea-Verbands e.V. in Kooperation mit dem Deutsch-Japanischen Friedensforum Berlin e.V., Koreastiftung und Werkstatt der Kulturen).

23.09.2015: Demonstration „Solidarität mit ‚Trostfrauen’!“
14:00 Uhr Treffpunkt Japanische Botschaft, Petitionsübergabe Hiroshimastraße 6, 10785 Berlin
16:00 Uhr Kundgebung, Performance mit Musik am Breitscheidplatz, 10789 Berlin
17:00 Uhr Andacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Veranstalter: Korea-Verband e.V., Rostocker Str. 33, 10553 Berlin, Tel: +49(0) 30 39 80 59 84, Ansprechpartnerin: Frau Jinhyang Kim-Moeck (0157 566 18018)

Berlin-Woman hat die Comfort-Women 2012 in Korea besucht und kämpft mit ihnen um ihre Anerkennung. Und wir freuen uns auf das baldige Wiedersehen!

Trostfrauen auf Berlin-Woman

koreanisches Reisetagebuch von Berlin-Woman

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