Solidarity! Ai Weiwei ist in Berlin – und trifft Pussy Riot und Daniel Brühl

Solidarity

Ai Weiwei, Daniel Brühl, Jaka Bizilj und Nadeschda Tolokonnikowa
Ai Weiwei, Daniel Brühl, JakaBizilj und Nadeschda Tolokonnikowa, Foto mit frdl. Genehmigung: CINEMA FOR PEACE Foundation

 

Berlin, den 16.08.2015: Der soeben freigelassene chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei trifft  die russische Aktionskünstlerin Nadeschda Tolokonnikowa (Pussy Riot) und Daniel Brühl. Es geht um die Restriktionen in China und Russland. Auf dem Pressefoto macht Nadja ein Handzeichen in Richtung Betrachter/in. Je nach Auslegung bedeutet der zum V ausgestreckte Zeige- und Mittelfinger: Victory oder den Feind verfluchen.  Cinema for Peace hat diese  Zusammenkunft ermöglicht.

Cinema for Peace wurde von kritischen Promis aus Film, Politik, Medien und Wirtschaft anlässich 9/11 ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Bewegung von Nicole Kidman, Angelina Jolie, Leonardo DiCaprio, George Clooney, Brad Pitt, Ban Ki-moon, Michail Gorbatschow, Bill und Hillary Clinton, Muhammad Ali, Dalia Lama u.a. Die Idee ist, das Medium Film verstärkt zur Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen und Ungleichheit einzusetzen. Jährlich verleiht die Cinema for Peace Foundation, die es seit 2008 gibt, den Cinema for Peace Award für beispielhafte Filmproduktionen. Sie will den Austausch zwischen Künstler/innen, Filmemacher/innen und Menschenrechtsaktivist/innen in Berlin fördern.

Deshalb hat Cinema for Peace am 16.08.2015 den in China verfolgten chinesischen Künstler Ai Weiwei, die in Russland verfolgte Gründerin der russischen Aktionsgruppe Pussy Riot, Nadeschda Tolokonnikowa, und den deutschen Schauspieler Daniel Brühl zusammengebracht. Tolokonnikowa und Ai Weiwei haben 2014 bzw. 2015 den Cinema for Peace Award erhalten. Gemeinsam mit Daniel Brühl tauschten sich die beiden Künstler über die repressive Situation in ihren Heimatländern Russland und China aus.

4 Jahre lang wurde Ai Weiwei (*1958) in China festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Offiziell wurden ihm Steuervergehen in Miohöhe vorgeworfen, inoffiziell geht es um seine Kunst, in der er die Grenzen der chinesischen Meinungsfreiheit auslotet. Zuletzt konnte der Konzeptkünstler wieder in China ausstellen. Aktuell hat er seinen Pass zurück erhalten, mit dem er Ende Juli nach Deutschland einreiste. Nun befindet sich Ai Weiwei in Berlin. Im Herbst steht ihm eine 3jährige Gastprofessur an der UdK Berlin zur Verfügung, finanziert von der Einstein-Stiftung. Mit Cinema for Peace verbindet Ai Weiwei eine mehrjährige enge Zusammenarbeit. Die Stiftung organisierte weltweit Soli-Veranstaltungen und sorgte für die Sicherung der Filmdokumente des Künstlers während seiner Haft.

Nadeschda Tolokonnikowa (*1989) ist seit 2011 aktives Mitglied der Kunst-Punkband: Pussy Riot. Weltweites Aufsehen erregte ihre Inhaftierung infolge ihres Punk-Gebetes gegen den russischen Patriarchen Kyrill I. und Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale im Februar 2012. Unter schweren Bedingungen verbüßte die Künstlerin eine Haftstrafe im Straflager IK-14 in Mordwinien. Sie wurde mehrfach verlegt, von Wärtern bedroht, trat in den Hungerstreik und kam nach langwierigen Verhandlungen Ende 2013 frei. 2014 wurde sie (mit anderen Mitgliedern von Pussy Riot) wegen einer Aktion gegen die Olympiapolitik in Sotchi von der russischen Miliz schwer mißhandelt. Cinema for Peace ermöglichte der Aktivistin u.a. eine Anhörung im EU-Parlament und einen Gastauftritt in der US-Serie House of Cards mit Kevin Spacey.

Berlin-WoMan is at you side!

Quelle, u.a.: CINEMA FOR PEACE Foundation

Cinema for Peace

Cinema for Peace Foundation

N. Tolokinnikowa auf Berlin-WoMan

Pussy Riot auf Berlin-WoMan

Ai Weiwei auf Berlin-WoMan

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