Let´s talk about Greece, baby – let´s talk about EU, baby. Ein paar Reformvorschläge aus aktuellem Anlass

Solidarity

Bild: griechenland.diplo.de
Bild: griechenland.diplo.de

 

Griechenland (Hellas oder auch Hellenische Republik) gehört seit 1981 zur EU. Nach dem Human Developement Index zählt es zu den höchst entwickelten Staaten der Welt. Das antike Griechenland ist unser aller Ursprung. Die Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichte, Literatur, die Künste und nicht zuletzt die Demokratie würde es nicht ohne Griechenland geben. Mit diesem Erbe sind wir nicht gut umgegangen. Das griechische „Nein“ zum EU-Referendum ist eine Absage an die Abzocker- und Schachermentalität der EU. Reformen sind nötig, und das nicht nur in Griechenland!

 

Griechenland setzt sich aus dem griechischen Festland und zahlreichen Inseln zusammen. Da gilt es, viele Meinungen unter einen Hut zu bringen, was den Griechen stets gelingt. Sie diskutieren, bis sie eine Lösung haben oder einer gewinnt. Auch leben sie eng verbunden mit Flora und Fauna: mit Chloris der Göttin der Blumen, mit den Nymphen und dem Wald- und Naturgott Pan. Leben heisst auf griechisch BIOS, von dem sich die Biologie und unsere Biokultur ableitet.

Diese Voraussetzungen haben die Griechen stark gemacht. Deshalb haben sie sich am Sonntag der EU widersetzt, die sogen. „Krisen“-Länder in Schulden verstrickt, abhängig und klein, ja zu EU-Sklaven macht, anstatt ihnen die Hand zu reichen. 3.558.450 Griechen stimmten gegen, 2.245.537 Griechen stimmten für das Referendum, das die Reformforderungen der internationalen Gläubiger zum Inhalt hatte. Bravo sagt Berlin-WoMan! Griechenland hat sich für eine Zukunft in Freiheit entschieden. Nun heisst es, für eine solche Zukunft die passende Gegenwart zu schaffen.

Da ist das griechische Volk, das für sein ureigenes Recht auf Freiheit, Glück und ein gutes Leben kämpft. Da ist die Bank of Greece, die weitere Anträge auf Notkredite der Europäischen Zentralbank (EZB) gestellt hat, um die Löcher im Staasthaushalt zu stopfen und die Privatkonten zu decken. Beide Gruppen wünschen sich das Prinzip „Geld ohne Reform“, bzw. nur mit den eigenen Reformen. Da sind die Gläubiger Griechenlands – die EU-Länder – die ihr Geld zurück haben wollen. Da ist der EU-Rat, der die Stabilität des € will. Diese beiden Gruppen wünschen sich das Prinzip „Geld gegen Reformen“. Die Hardliner unter ihnen sprechen vom Grexit Griechenlands, auf deutsch: den Rauswurf aus der EU. Diese aktuelle vielstimmige Situation fordert die EU immens heraus. Denn die Griechen möchten bleiben, aber zu ihren Regeln! Ein Land, dessen Sklaven schon in der Antike Kriege und Aufstände im Namen der Freiheit führten, lässt sich nicht unterminieren. Das müssten Merkel & Co. wissen, wenn sie in Geschichte aufgepasst hätten.

Keine Frage, Griechenland muss sich neu aufstellen. Ob es aber tatsächlich die berechneten 1.600.000.000 € sind, um wieder auf die Beine zu kommen, fragt sich Berlin-WoMan. Denn hat ein gewisser sehr schlitzohriger Wirtschaftsexperte den Kostenplan gemacht, kann man sein Beraterhonorar gleich wieder rausrechnen und auch all die anderen Geld-Verschleuderungsposten für Baufirmen, Versicherungen, Immobilien und Mafia, wie sie hier in Mitteleuropa gang und gebe sind. Ich sage nur: BER & Co.  Waffen-, Menschen- und Drogenhandel müssen ebenfalls raus und gleich unter Höchststrafe gestellt werden. Auch raus mit Posten Nr. 4: die Verpackungsindustrie, die u.a. mit ihren giftigen dünnen Plastiktüten in grellgrün und orange keinen Fuß mehr nach Griechenland zu setzen hat. By the way, einem Finanzminister, der sein Land nicht schützt und abhaut, wenn die Realität ruft, sollte man nicht hinterhertrauern.

Unsere Reformvorschläge lassen sich auf das gesamte EU-Konstrukt übertragen. Damit die EU Flagge nicht mehr tagtäglich durch Bereicherung und Bescheissen geschändet wird. Berlin-WoMan meint: die Krise ist eine Chance, das Scheitern ist Gewinn.

Packen wir es an, und zwar gemeinsam!

Ein Gedanke zu „Let´s talk about Greece, baby – let´s talk about EU, baby. Ein paar Reformvorschläge aus aktuellem Anlass

  1. Zeitgleich und wenig beachtet hat die deutsche Regierung das Erbschaftssteuerrecht pro reiche Unternehmer geändert. So läuft das hierzulande!
    Die EU-Politik ist ein Bankenrettungsprogramm, nicht mehr und nicht weniger, Herr Gabriel!

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