Frauenfußball – World Champion in Kanada, 06.06.-05.07.2015

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Bild: fussballnationalmannschaft.net
Bild: fussballnationalmannschaft.net

 

Frauenfußball muss mann lieben! 06.06.-05.07.2015 findet die 7. Frauenfußball-Weltmeisterschaft in Kanada statt. Austragungsorte sind Edmonton, Moncton, Montreal, Ottawa, Vancouver und Winnipeg. Zum 1. Mal kämpfen 24 Teams um den Titel. Als Favoritinnen gelten die Titelverteidigerinnen Japan, Deutschland, Frankreich, Schweden und die USA.  Hier sind alle Infos mit einem schicken Fußball-Glossar.

Seit 1991 finden der Frauenfußball auch in der Weltmeisterliga statt. Dieses Jahr richtet Kanada die Spiele aus. Im Vorfeld gab es viel Schelte wegen der Platzbedingungen: die meisten Spiele werden auf altem Kunstrasen ausgetragen, wodurch sich die Verletzungsgefahr massiv erhöht. Der Fußball-Weltverband FIFA widersetzt sich der Spielerinnen-Forderung nach Naturrasen. Hier zeigt sich für viele Spielerinnen und Fans der herrschende Chauvinismus der „Alt-Herren-Riege“: bei einer Männerfußball-Weltmeisterschaft wäre so etwas undenkbar.

Diese 24 Teams spielen in folgenden 6 Vorrundengruppen:
Gruppe A: Kanada, China, Neuseeland, Niederlande
Gruppe B: Deutschland, Elfenbeinküste, Norwegen, Thailand
Gruppe C: Japan, Ecuador, Kamerun, Schweiz
Gruppe D: USA, Australien, Nigeria, Schweden
Gruppe E: Brasilien, Costa Rica, Spanien, Südkorea
Gruppe F: Frankreich, England, Kolumbien, Mexiko

Die 1.- und 2.-platzierten Teams der 6 Vorrunden-Gruppen sowie die 4 besten Gruppendritten qualifizieren sich für das Achtelfinale. Danach beginnt das K.O.-System, wobei jeweils die Verliererinnen eines Spiels ausscheiden. Das Finale wird am Montag, 6.07.2015 um 1 Uhr MESZ in Vancouver (immerhin auf neuem Kunstrasen) ausgetragen.

Berlin-Woman wünscht allen Spielerinnen viel Erfolg und allen Zuschauer/innen viel Spaß beim schauen.

Hier noch mal ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen:
Abseits: Wenn die Spielerin dem gegnerischen Tor näher ist als der Ball oder wenn sie der gegnerischen Torlinie näher ist als die vorletzte Gegenspielerin. Wenn sie dort nur steht, ist es ein passives Abseits und wird nicht abgepfiffen. Wird sie jedoch aktiv angespielt oder läuft auf den Ball zu, wird abgepfiffen.

Blutgrätsche: Ein gemeines Foul, wenn die Gegnerin besonders brutal einsteigt, indem sie die Gesundheit der Gefoulten wissentlich riskiert, zum Beispiel indem sie mit gestrecktem Bein in die Beine der Gegnerin grätscht, ohne zurückzuziehen. Eigentlich ein klarer Fall für eine Rote Karte.

Elfmeter: Strafstoß aus elf Meter Entfernung, bei dem die gegnerische Mannschaft außerhalb des Strafraumes bleiben muss, bis geschossen wird. Gegeben wird ein Elfmeter bei Fouls und Handspiel im eigenen Strafraum, um ein Tor der Gegner zu verhindern.

Foul: Bein stellen, Rempeln, Nachtreten oder am Trikot zerren. Wird mit einem direkten oder indirekten Freistoß geahndet und zwar von der Stelle, wo das Foul stattgefunden hat. Wird es noch gemeiner, gibt es auch Gelbe oder Rote Karten.

Gelbe Karte: Eine Art Verwarnung. Sie wird gegeben bei Fouls, wenn eine Spielerin dem/der Schiedsrichter/in widerspricht, bei Spielverzögerung oder bei Regelverstößen.

Konter: Wenn der Gegner den Ball gewinnt, blitzschnell den Gegenangriff startet und somit die gegnerische Mannschaft überrumpelt.

Rote Karte: Die Spielerin muss den Platz verlassen. Gründe dafür sind: die 2. Gelbe Karte, ein brutales Foul, den/die Schiedsrichter/in beleidigen oder einen groben Regelverstoß begehen.

Schwalbe: Wenn eine Spielerin mit theatralischer Geste und schmerzverzerrtem Gesicht ein Foul vortäuscht und sich fallen lässt. Dafür gibt es die Gelbe Karte.

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