Enough is enough! Die Refugies haben die Schnauze voll – Wir sind gefragt!

Solidarity

Refugies auf dem Oranienplatz am 31.05.2015 ©Berlin-WomanRefugies2

Refugies auf dem Oranienplatz, 31.05.2015 ©Berlin-Woman

Die weitweiten Krisensituationen spitzen sich immer mehr zu, und damit auch die Situation der Refugies. Allein aus Syrien werden dieses Jahr 400.000 Flüchtlingen erwartet. Die größten Flüchtlingsströme kommen aus Syrien, Eritrea, Somalia und Afghanistan. Seit Januar haben 40.000 Refugies den gefährlichen Weg übers Mittelmeer gewagt, 2.000 fanden dabei den Tod. Haben sie es nach Europa geschafft, erwartet sie keine Rettung. Sie werden von einer völlig aus dem Ruder geratenen Flüchtlingspolitik zerrieben. Wir müssen etwas dagegen tun!

Schon bei den Rettungsaktionen der Refugies aus den überfüllten und ungesicherten Schleuserbooten sind die Küstenwachen, humanitären Organisationen und Behörden, vornehmlich in Griechenland, Italien und Spanien überfordert. Die Aufnahmelager platzen aus allen Nähten, viele der Gestrandeten übernachten im Freien.

Die Flüchtlinge sind erschöpft, gesundheitlich angeschlagen und oftmals traumatisiert. Nicht immer haben sie Dokumente dabei, wie können sie also ihre Identität beweisen? Sie haben keine Orientierung, wissen manchmal nur, dass sie nach Deutschland oder England wollen, „wo es besser sein soll“.

Schaffen sie es über die Grenzen z.B. in das „gelobte Deutschland“ erfahren sie sehr schnell, dass sie überhaupt keine Rechte haben. Sie werden in ein Camp gesteckt, dürfen die Stadt nicht auswählen, dürfen nicht arbeiten, dürfen sich nicht frei bewegen. Die Abschiebung sitzt ihnen im Nacken, Traumata und psychische Belastungen, die der Krieg in ihrem Land und die Flucht verursacht haben, lassen sie verzweifeln. Während dessen schieben sich die EU, die einzelnen EU Staaten, deren Länder und Kommunen gegenseitig die Verantwortung zu. Verbissen streitet man über die Aufnahmequoten, die Unterbringung, das Bleiberecht und die Einbürgerung, anstatt die reale Situation der Refugies zu verbessern.

Deshalb haben sich am Sonntag, den 31.05. wieder Refugies und ihre Mitstreiter/innen auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg versammelt. Im März wurde hier das Mahnmal der Flüchtlinge „das Haus der 28 Türen“ der Künstlergruppe NURR von Brandstiftern mutwillig zerstört. „Wir haben die Schnauze voll – ihr müsst etwas tun“, lautet nun der Appell der Refugie-Redner/innen an uns. Recht haben sie, und ihr, das sind wir, die in der Verantwortung stehen. Weichgespülte Solidarität reicht nicht mehr aus. Wir müssen handeln und uns konkret in die Flüchtlingshilfe einbringen. Es wird alles gebraucht: Sprachunterricht, Coaching, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Begleitung zu Ämtern, Begleitung im Alltag, psychologische Betreuung, Kunst-, Musik-und Sportmachen, Unterkünfte, Mentoring u.v.m. Hier geht es zu weiterführenden Infos:

Unterkünfte

Moabit hilft

Hilfe für akademische Refugies

Pro Asyl

Jede/r kann was tun. Berlin-WoMan hat auch schon einen Plan. Mehr dazu in Kürze hier.

Flüchtlinge auf Berlin-Woman

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