Berlin-WoMen: Wolfgang Amadeus Mozart

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Bild: austria.info
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„Verflucht! wollt´s ihr D greifen!“ ruft jemand laut aus dem Publikum der Berliner Aufführung des Singspiels „Die Entführung aus dem Serail“. Die 2. Geige hatte sich mehrfach vergriffen. Köpfe drehen sich nach dem schlecht gekleideten kleinen Mann um. Es ist kein anderer als Wolfgang Amadeus Mozart, der am 19.Mai 1789 auf einer Rundreise durch Norddeutschland in Berlin Halt machte. Mehr zum Leben und Werk des genialsten Musikers aller Zeiten erfahrt ihr hier. Reinhören könnt ihr ebenfalls:

Wolfgang Amadeus Mozart, Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (27.01.1756-05.12.1791) ist der Hauptvertreter der Wiener Klassik. Seine Musik ist weltweit verbreitet und erfreut sich konstanter Beliebtheit. Das 7. Kind einer Musikerfamilie erhält bereits mit 4 Jahren Musikunterricht und lernt Klavier, Violine und das Komponieren. Ein Jahr später entstehen die ersten Kompositionen, und wieder ein Jahr weiter hat der 6Jährige seine ersten Auftritte. Bald geht es auf Konzertreisen mit der Schwester Nannerl. Auf den mehrjährigen Tourneen werden die beiden Wunderkinder der adeligen Gesellschaft in Europa vorgeführt. In der Zeit entstehen die ersten Mozart-Sinfonien. In Italien lernt Mozart sein großes Vorbild: Johann Sebastian Bach kennen. Mit 11 Jahren komponiert er seine erste Oper und bekommt von da an regelmäßige Aufträge aus den großen europäischen Königshäusern.

Gerade mal 13 ist er und hat sich von einer Pockenerkrankung erholt, als er zum Dritten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle ernannt wird. Es folgt eine dreijährige Konzerttournée durch Italien, auf der Mozart den päpstlichen Ritterschlag erhält, sich fortbildet und in der philharmonischen Akademie von Bologna den führenden Musikern des Landes begegnet. Mit 17 Jahren komponiert er sein erstes Klavierkonzert. Die Anstellung als Konzertmeister bringt Mozart letztendlich nichts, 1777 reicht er sein Entlassungsgesuch ein.

Danach bemüht er sich vergeblich um lukrativere Anstellungen bei den deutschen Fürstenhäusern und beim Pariser Hof. Widerwillig nimmt er eine Stelle als Hoforganist in Salzburg an, doch überwirft sich der Komponist mit seinem Auftraggeber, dem Erzbischof von Salzburg. Er prügelt sich, kündigt und läßt sich als freischaffender Musiker in Wien nieder. Hier komponiert er seine bekanntesten Werke: Die Entführung aus dem Serail, Figaros Hochzeit, Don Juan, die Zauberflöte, die kleine Nachtmusik, die Linzer und die Prager Sinfonie und die meisten Klavierkonzerte, die er auch selbst vorführt. In den Wiener Jahren wird der Musikliebhaber Gottfried van Swieten sein Mäzen, Förderer und Mentor. Mozart tritt den Freimauern bei und heiratet 1782 Constanze Weber. Das Paar sollte 6 Kinder haben, von denen nur 2 überleben. 1787 wird er Kammermusicus von Joseph II., 1791 der Assistent des Domkapellmeisters von St. Stephan.

In seinen letzten Lebensjahren schwinden Ruhm und Geld. Kurz nach der Uraufführung der Zauberflöte schwächelt Mozart und stirbt im Alter von 35 Jahren an einer schweren Infektion – man munkelt Syphilis. Constanze besucht sein Grab (eine Sammelgrabstelle auf dem Wiener Sankt Marxer Friedhof) erstmals nach 17 Jahren.

Mozart hat uns ein riesiges Oeuvre an Opern, Singspielen, Sinfonien, Blaskonzerten, Messen, Liedern, Orchesterwerken, kirchlichen Musikkompositionen, Klavierkonzerten, Serenaden u.a. hinterlassen. Ohne ihn wäre die Welt so viel ärmer.

Rock me Amadeus!

Mozart auf youtube

 

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