Faszination Manga – der japanische Kult in Deutschland

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Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Manga
ein typischer Mangabuchladen in Japan. Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Manga

 

Bei dem Wort „Manga“ ist bei vielen die erste Reaktion so etwas wie ein „Hä?“ Nur wenige wissen, was Manga wirklich sind, wo sie herkommen und dass eine Menge Leidenschaft und Arbeit dahinter steckt. Unsere Gastbloggerinnen Melanie Emser und Ramona Beiler kennen sich mit den Comics aus Japan aus:

 

Worin liegt nun die Faszination? Weshalb begeistern sich nicht nur Kinder, sondern auch überwiegend Erwachsene für diese besondere Comic-Kunst?

Ein Manga ist also ein Comic. Was bedeutet: Die Geschichten werden in Bildern verfasst, die vorwiegend in schwarz-weiß gehalten sind. Was bei japanischen Comics sehr auffällt, sind der Zeichenstil und die Aufmachung. Die Figuren werden sehr weich und jugendlich gezeichnet, wobei die großen Augen am meisten hervorstechen.

Das Wort „Manga“ bedeutet so viel wie „spielerische Bilder“ und bezeichnet in Japan auch „einfache“ Comics wie Batman oder Asterix. Was einen Manga von einem Comic unterscheidet, ist die Leserichtung. Manga werden von rechts oben nach links unten gelesen und das nicht von vorn beginnend, sondern von hinten. In Japan selbst gehören Manga zum Alltag, wie bei uns die Tageszeitung. In jeder U-Bahn sind telefonbuchdicke Exemplare ausgelegt, und an jedem Kiosk gibt es Manga zu kaufen.

Seit wann sind Manga im Westen so beliebt?

Der erste Manga, der in Deutschland veröffentlich wurde, war „Barfuß durch Hiroshima“ von Keiji Nakazawa und erschien im Jahre 1982. Er verkaufte sich nicht sonderlich gut, vermutlich, weil das noch so gar keiner kannte und die wenigen Zeitschriften, die das Thema aufgriffen, wie der STERN, den Manga als etwas Negatives darstellten.

Als die Mangaka (Zeichner der japanischen Comics) anfingen, sich mehr am Zeichenstil europäischer Comics zu orientieren und so die Themen auch etwas aus dem japanischen Alltag wegrückten, wurde deren Kunst allmählich verständlicher. Mit dem Manga „Dragon Ball“  kam im Jahre 1997 die erste Manga-Reihe heraus, die in der japanischen Lesart gedruckt und ein absoluter Bestseller wurde.

Der große Manga-Boom kam mit der Ausstrahlung der japanischen Anime (Zeichentrickserien) und der Herstellung von Merchandise-Artikeln. Nicht nur zur Serie „Dragon Ball“, sondern auch zu berühmten Reihen wie „Sailor Moon“, „Yu-Gi-Oh!“ und „Digimon“ wurden Figuren, T-Shirts, Poster und andere Artikel herausgebracht, welche die Beliebtheit der Manga steigerten.

Und nicht nur Kinder oder Jugendliche lesen diese Comics. Auch Erwachsene sammeln und zu lesen, was das Zeug hält. Denn Manga werden in den unterschiedlichsten Genres gezeichnet und veröffentlicht – von Romantik über Action bis hin zur Erotik ist für jeden was dabei.

Was wir also mit Sicherheit sagen können: Manga sind vielseitig, ein Zeitvertreib für jedermann und können zu einem der größten Hobbys werdenlasst euch mal drauf ein.

Quellen:

Die Geschichte der Manga-Comics in Japan

Manga auf Wikipedia

STERN: In Deutschland grassiert das Manga-Fieber

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