Macht die Berliner Bibliotheken nicht kaputt – Aufruf und Petition!

Solidarity

Foto: Berlin-Woman
Maryna Baranovska, Buchskulptur 2010, Foto: Berlin-Woman

Bibliotheken gehören zur Bildung wie Fische zum Wasser. Jedes Bundesland muss dieses Angebot gewährleisten. Aktuell ist zu befürchten, dass die Berliner Bibliotheken dem Auftrag nicht mehr gerecht werden. Der Stiftungsrat der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) will durch Privatisierung, Rationalisierung und Einsparungen die Berliner Bibliotheken-Landschaft umformen. Dagegen setzen sich Mitarbeiter/innen, Bürger/innen u.a. mit einer Petition zu Wehr. 

 

Immer mehr Berliner Stadtteilbibliotheken werden geschlossen. Die Auswahl an vorhandenen Büchern schrumpft. Die Zahl der Mitarbeiter/innen wird drastisch reduziert. Doch damit nicht genug. Wenn die Pläne des Stiftungsrats der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) Realität werden, wird es zukünftig keine gut ausgestatteten Stadtteilbibliotheken mehr geben, sondern nur noch ein oder zwei Zentralbibliotheken in Berlin. Zudem wird das Vorzeigeprojekt, die hypermoderne Erlebnis-Bibliothek im Humboldt-Forum, alle zur Verfügung stehenden finanziellen und personellen Mittel absorbieren.

Das ist das Gegenteil des Grundgedankens der Volksbibliothek: überall und für alle Bücher und andere Materialien möglichst kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Stadtteilbibliotheken sind immer noch ein wichtiger Pfeiler der Volksbildung: hier lesen Nutzer/innen Zeitung, hier recherchieren sie im Internet, hier finden Lesungen statt, hier werden Kinder und Jugendliche an das Lesen herangeführt. Für viele wird der Weg in eine Zentralbibliothek zu weit sein. Sie werden sich dort nicht gut aufgehoben fühlen, da die persönliche Ansprache fehlt.

Das neue Konzept der ZLB sieht vor:

  • Der Medien-Einkauf geht nicht mehr über die Bibliotheksmitarbeiter/innen sondern über einen privaten Bibliotheksdienstleister aus Reutlingen.
  • Titel, die seit 2 Jahren nicht ausgeliehen worden sind, sollen aus Platzgründen vernichtet werden. Es entstehen Mainstream-Bibliotheken ohne das Angebot einer Themen-Vielfalt, die Bildung heißt.

Dagegen wendet sich die Petition: Büchervernichten in Berlin? Bibliotheken werden kaputt rationalisiert, die der ZLB, dem Kulturausschuss des Berliner Senats und Kulturstaatssekretär Tim Renner übergeben wird.  Wer Bildung, Vielfalt, Kreativität und nicht zuletzt Bücher liebt, MUSS unterschreiben.

Zur Unterschrift der Petition

Bibliotheken in Berlin auf Berlin-Woman

Ein Gedanke zu „Macht die Berliner Bibliotheken nicht kaputt – Aufruf und Petition!

  1. Bitte bewahrt der Nachwelt die Bibliotheken! Jedes Kind sollte erleben können, in der Vielfalt der Bücherwelt stöbern zu können und dann stolz zu sein, das richtige Buch gefunden zu haben, es in den eigenen Händen zu halten, den Geruch von Papier zu riechen und darin zu schmökern. Einfach herrlich!

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