Tipps für kreative Unternehmen: Crowdfunding !

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Bild: eltern.de
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Das Crowdfunding boomt. Denn staatliche Fördergelder, Bankdarlehen und -kredite sind in der heutigen Zeit Mangelware. Um dennoch eine Geschäftsidee, ein soziales, künstlerisches oder kulturelles Projekt in die Tat umzusetzen, ist das Crowdfunding eine gute Alternative. Wenn man weiß, was es ist und wie es geht. Berlin-Woman hat die wichtigsten Infos zusammengestellt:

Die „Massen- oder Schwarmfinanzierung“ ist eine neue Finanzierungsart, die vor etwa 10 Jahren in den USA entwickelt wurde. Begonnen hatte alles mit der Crowdfunding-Plattform „ArtistShare“. Hier wurden vor allem Gelder für die Produktion von Musikalben gesammelt. In Deutschland kennt man das Crowdfunding seit 2010. Populär wurde es, als die Produktionsfirma Brainpool der TV-Serie „Stromberg“ 2011 innerhalb von einer Woche mittels Crowdfunding 1 Mio € für den gleichnamigen Kinofilm zusammentrug. Vorrangig werden Kunst- und Kulturprojekte, aber auch originelle Geschäftsideen und -gründungen gefördert. z.B. machte das Vorhaben „Original unverpackt. Der erste Supermarkt ohne Einwegverpackung“ 2014 mit seiner Crowdfunding-Kampagne Furore. Die Unternehmerinnen wollten auf der Plattform Startnext 20.000 € einsammeln. Die 4009 Unterstützer/innen brachten es auf 108.915 €!

Und so geht es:

Die Starter eröffnen auf einer Plattform, die sie vorher sorgfältig ausgewählt haben, ein Profil. Hier stellen sie ihr Projekt vor, nennen die benötigte Summe und den Zeitraum, in dem das Geld zusammenkommen muss. Auch geben sie gestaffelte Spendensummen an. Diese reichen von 1 € bis zu 4stelligen €-Beträgen. Dann wird die Aktion mit einer Mindestkapitaleinlage gestartet. Auf der Plattform kann man einsehen, wieviel Unterstützer/innen mitmachen, wieviel Geld eingegangen ist und wieviel Zeit bleibt. Das Funding ist zweckgebunden und von dem Fundingziel bzw. der Fundingschwelle abhängig. Je nach Plattform geht das Geld an die Spender/innen zurück, wenn das Mindestziel nicht erreicht wird.

Die Werbung und Kommunikation findet auf der Plattform, über Newsletter und Seiten in den Social-Media statt. Auf gar keinen Fall sollte man sich allein auf die Kontakte verlassen, die die Plattform bietet. Denn es gibt ein Erfolgs-Ranking. Läuft es nicht so gut, wird das Profil von der Startseite der Plattform in die hinteren Reihen verstoßen. Das heißt, die Werbetrommel unbedingt auch über andere Kanäle rühren! Eine tolle Produkt- oder Geschäftsidee reicht nicht. Nur wer ein verständliches und ansprechendes Profil eingerichtet hat, über ein vorhandenes Netzwerk verfügt und Power, Marketing-Ideen, Ausdauer und Kommunikationsbereitschaft mitbringt, kann die Kampagne durchhalten und gewinnen.

Noch zu unterscheiden sind:

Crowdinvesting: mittel- bis langfristige Kapitalbeteiligungen oder Darlehen aus der Crowd.

Crowdlending: eine kurzzeitige Geldanleihe durch Privatpersonen und Unternehmen (Peer to Peer).

Crowddonating: freiwillige Geldspenden ohne bzw. nur mit ideeller Gegenleistung.

Crowdsponsoring: Geldspende gegen eine verabredete werthaltige Gegenleistung (Rabatte, kostenfreie Nutzungsrechte, geldwerte Leistungen).

Alles klar? Dann kann es losgehen! 

Links:

Crowdfunding-Plattformen im Überblick

10 Tipps für eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne mit weiteren Links

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