World-Woman: Yoko Ono

World-Women

Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yokoono2.jpg
Bild: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Yokoono2.jpg

Die Ärzte, Rocko Schamoni und Toska haben über sie gesungen. Roberta Flack, Elvis Castello und Trio haben sie gecovert. Yoko Ono gilt als eine der Pop Ikonen des 21. Jahrhunderts. Mit ihren 82 Jahren ist die Konzeptkünstlerin und Ehefrau von John Lennon der Beweis: Kunst ist ein Lebenselixier. Am 18.02. hat die World-Woman Geburtstag.

Yoko Ono (*18.02.1933) ist eine japanisch-amerikanische Experimentalkünstlerin und Musikerin. Sie gilt als eine Hauptvertreterin des Fluxus und macht Installationen, Musik, Film, Performances und Aktionen. Sie stammt aus einer wohlhabenden Musikerfamilie, die in Japan und den USA lebte. Schon früh lernte sie professionell Klavierspielen und Komponieren. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm sie ein Philosophiestudium in Japan auf und ging 1952 in die USA, wo sie Musik und Gesang am Sarah Lawrence College studierte.

Dann schloss sie sich der US-amerikanischen Fluxus-Bewegung an. Ihr Loft wurde zum Mittelpunkt der avantgardistischen Kunstszene New Yorks. In den 1960er Jahren führte sie an renommierten Orten interdisziplinäre Konzeptarbeiten durch, darunter Cut Piece, bei dem das Publikum Onos Kleidung zerschneiden durfte. 1956-62 war die Künstlerin mit dem japanischen Komponisten Toshi Ichiyanagi verheiratet, 1962-67 mit dem Filmproduzenten Anthony Cox.

Die Begegnung mit John Lennon 1966 in London, wo sie in der Indica Gallery ausstellte, bestimmte ihr Schicksal. Es war Liebe auf den ersten Blick. Das Paar heiratete 1969 auf Gibralta. Von da an gestalteten John und Yoko ihr Privatleben als Aktionskunst – legendär ihr Bed-In für den Weltfrieden im Hilton-Hotel Amsterdam während ihrer Flitterwochen oder ihr Superhit Give Peace a Chance, den sie ebenfalls bei einem Bed-In in Montreal aufnahmen. Sie gründeten die experimentelle Rockband Plastic Ono Band und spielten u.a. mit Eric Clapton und Klaus Voormann. Bis Mitte der 1970er Jahre realisierte Yoko Ono zahlreiche Fluxus-Projekte. Sie war 1972 und 1987 auf der documenta in Kassel vertreten.

Die langfristige Entführung ihrer Tochter aus zweiter Ehe, eine Schaffenskrise und die Ermordung von John Lennon am 08.12.1980 überschatteten die Folgejahre der Künstlerin. Um so fulminanter fiel Yokos Comeback in den 1990er Jahren aus.  1995 trat sie gemeinsam mit Paul Mc Cartney zum 50. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima auf. Ihre Stücke Walking on thin Ice und Every Man has a (Wo)man who Loves Him eroberten Platz 1 der Billboard Charts. 2006 verlas sie auf der Eröffnungfeier der Olympischen Winterspiele in Turin eine Friedensbotschaft. Bis heute stellt Yoko Ono aus, produziert Alben und gibt ausverkaufte Konzerte, u.a. mit ihrem Sohn Sean Lennon. Die Künstlerin engagiert sich für den Weltfrieden, Genderfragen und die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Sie unterstützte die Opposition gegen George W. Bush. 2002 stiftete sie den LennonOno Grant for Peace, der 2012 an Pussy Riot verliehen wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.