Berlin-WoMen: Wim Wenders

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Ehrendoktor der Theologie an der Sorbonne, Mitglied der Akademie der Künste in Berlin, Träger des Bundesverdienstkreuz und Meister des Road Movies! Der Hauptvertreter des Neuen Deutschen Films wird auf der Berlinale 2015 mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet. Wim Wenders

 

mit bürgerlichem Namen: Wilhelm Ernst Wenders (*14.08.1945) ist Regisseur, Fotograf, Präsident der Europäischen Filmakademie und Professor für Film an der HfbK Hamburg. Er wächst in einem christlich-konservativen Elternhaus auf. Nach dem Abitur 1963 probiert er verschiedene Studienfächer: Medizin, Philosophie und Soziologie aus und geht 1966 nach Paris. Dort bewirbt er sich vergeblich am Institut des hautes études cinématographiques. 1967 wird er an der Hochschule für Fernsehen und Film in München aufgenommen. Sein Abschlussfilm ist der 2 ½ stündige Schwarzweißfilm „Summer in the City“.

Nach der Gründung des genossenschaftlichen Filmverlags der Autoren 1971 und den Romanverfilmungen „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ von Peter Handke und „der scharlachrote Buchstabe“ von Nathaniel Hawthorne gelingt ihm mit „Alice in den Städten“ 1973 der Durchbruch. Die internationale Bekanntheit verschafft ihm „der amerikanische Freund“ nach Patricia Highsmith. Auf Einladung von Francis Ford Coppola dreht Wenders 1977 in den USA „Hammett“, einen Film über den bekannten Krimiautor. Infolge von Streitigkeiten kommt der Streifen erst 1982 in die Kinos. In „Der Stand der Dinge“ verarbeitet der Regisseur die Problematik des Filmemachens u.a. mit Coppola.

Dann stellen sich die größten kommerziellen Erfolge: „Paris Texas“ nach der Vorlage von Sam Shephard und der Kultfilm „Der Himmel über Berlin“ (1987) ein. Wenders, der sich neben der Literatur immer wieder stark von der Musik inspirieren lässt, dreht nun auch Musikdokumentationen, wie den weltberühmten Film „Buena Vista Social Club“ (1999) oder den BAP-Film „Viel passiert“. Mehrfach arbeitet der Regisseur mit den TOTEN HOSEN zusammen. Ein besonderes Projekt wird sein erster 3D-Film, eine Hommage an die Choreographin Pina Bausch (2011). Seine aktuellen Produktionen sind die Oskar-nominierte FilmdokuDas Salz der Erde“ über den Fotografen Sebastiao Salgado und das Schriftstellerdrama „Every Thing Will Be Fine“.

Der mit den höchsten Filmpreisen ausgezeichnete und zweimal für den Oskar nominierte Regisseur unterstützt die Aktion „Deine Stimme gegen Armut“. In diesem Jahr wird der geniale Filmkünstler 70 Jahre alt. Vorerst gratulieren wir aber zum Goldenen Ehrenbären der 65. Internationalen Filmfestspiele Berlin!

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