Heute ist der 10. Gedenktag der Tsunami-Katastrophe vom 26.12.2004

Solidarity

Tsunami-Gedenkstein in Berlin-Tempelhof, Bild: gemeinde-alt-tempelhof.de
Tsunami-Gedenkstein in Berlin-Tempelhof, Bild: gemeinde-alt-tempelhof.de

Auf dem Friedhof der Dorfkirche Berlin-Alt-Tempelhof steht eine Stele aus Sandstein. Sie trägt 43 Namen. Diese stammen von den Berliner und Brandenburger Opfern der Tsunami-Katastrophe, die am 26.12.2004 die Küsten des Indischen Ozeans erfasste. Heute ist der 10. Gedenktag, der von Trauma und Neuanfang erzählt.

 

Am 26.12.2004 entstand vor der Insel Sumatra ein Meeresbeben. Erdplatten hatten sich verschoben und lösten eine Reihe von Tsunamiwellen: Hunderte km lange und 20 m hohe Flutwellen, im Indischen Ozean aus. Ganze Küstenstreifen in Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien wurden von den Wassermassen zerstört. Die Wellen fluteten in schwächerer Form weiter bis Madagaskar und Tansania. Insgesamt waren 14 Länder betroffen.

230.000 Menschen starben, 110.000 Menschen wurden verletzt, 1,7 Mio Menschen obdachlos. Der Tsunami 2004 ist bis heute die größte Naturkatastrophe des 21. Jahrhunderts. Er betrifft Menschen vieler Nationen. Wie jedes Jahr finden auch diesmal Trauerfeiern vor Ort statt. Im thailändischen Touristengebiet Khao Lak, wo 5.000 Menschen, darunter auch zahlreiche Urlauber/innen, den Tod fanden, kommen Überlebende und Familienangehörige von Opfern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer Gedenkveranstaltung zusammen.

10 Jahre sind nicht genug, um das Trauma, das die Tsunami-Katastrophe ausgelöst hat,  überwunden zu haben. Doch inzwischen ist in den betroffenen Regionen viel und auch viel Positives geschehen. Dank umfangreicher privater, staatlicher und internationaler Spendenprogramme konnte die Region in Khao Lak wieder aufgebaut werden. Die am härtesten betroffene indonesische Provinzhauptstadt Banda Aceh, die 2/3 ihrer Einwohner/innen verlor, ist ein florierender Verwaltungs- und Geschäftsstandort geworden. Und in Indonesien fand der damals herrschende Bürgerkrieg ein Ende. Der Katastrophenschutz ist ausgebaut und die betroffenen Regionen haben alle ein funktionierendes Frühwarnsystem.

Mit diesem hätte es am 26.12.2004 sehr viel weniger Zerstörung, Verlust und Leid gegeben! 

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