Serie auf Berlin-WoMan: Nachhaltige Festtage – heute: nachhaltig schenken

WE mit Berlin-WoMan

Berlin-Woman_Nachhaltige Geschenke
© gabi helmchen

Die Zeichen der Zeit stehen auf Nachhaltigkeit. Viele haben das erkannt und machen mit. Sie reduzieren ihren Müll, essen weniger Fleisch, benutzen das Fahrrad, vermeiden umweltschädliche Produkte und mehr. Berlin-Woman zeigt in einer 4-teiligen Serie, wie schön nachhaltige Festtage sein können. Teil 1: nachhaltig schenken. 

 

Nicht die großen, kostspieligen, sondern die kleinen Dinge sind es, die glücklich machen. Hier die Tipps von Gabi Helmchen rund um ein ökologisches und fantasievolles Schenken für nachhaltige Festtage:

Geschenkpapier (und Geschenkverpackungen): Die meisten Geschenkpapiere sind mit giftigen Farbstoffen belastet, viele zudem energieaufwendig mit Aluminium beschichtet. Also besser nicht nutzen. Statt Klebestreifen können Naturfasern wie Schnüre, Bänder oder Wolle verwendet werden. Variante 1: gar kein Geschenkpapier. Variante 2: wiederverwertbare Geschenktüten- und Kartons. Variante 3: Recycling-Papier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“.  Variante 4: gebrauchtes Geschenkpapier. Variante 5: Packpapier (braucht in der Herstellung am wenigsten Wasser und Energie).

Geschenke aus 2. Hand – Upcycling und Second Hand: Upcycling ist eine Form des Recyclings, bei dem alte, kaputte oder anderweitig unbrauchbare Gegenstände zu etwas Neuem umgebastelt und damit aufgewertet werden. Wie wäre es mit einer Lichterkette aus Deoroller-Kugeln? Oder einem Lampenschirm aus Papprollen? Gute Second-Hand-Läden bieten eine große Auswahl an qualitativ hochwertigen Textilien und Accessoires. Warum nicht hier nach dem ultimativen Schal oder der Designer-Handtasche schauen?

Bücher und Schmuck: Bücher und Schmuck gehören zu den an Weihnachten am meisten verschenkten Artikeln. Für Bücher und CD’s bietet sich z.B. ein Besuch bei Oxfam oder einem gut sortierten Antiquariat an. Nicht zu empfehlen ist der Online-Handel, wo viel Energie durch Verpackung und Versand verschwendet wird. Gold-Schmuck kann mit gutem Gewissen nicht mehr verschenkt werden. Denn damit unterstützt man Raubbau, Umweltzerstörung, unmenschliche Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit . Gerade auf Weihnachtsmärkten finden sich viele Alternativen: Schmuck aus Glas, Porzellan oder aus anderen Metallen von ortsansässigen Künstler/Innen.

Zeit und Selbstgemachtes: Zeit ist eines der teuersten Güter. Warum nicht Zeit verschenken? Ein Gutschein für die gemeinsame Teilnahme an einem Nähkurs, für einen Spieleabend, für Babysitten, für einen Konzertbesuch, für Hilfe beim nächsten „Hausputz“. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Auch Selbstgemachtes liegt wieder voll im Trend: Gebackenes oder Eingemachtes, Genähtes, Gestricktes oder Gehäkeltes, Gebasteltes und Gewerkeltes kommen gut an.

Grüne Gutscheine, Mikrokredite: Grüne Gutscheine sind z.B. die Kostenübernahme für 1 Jahr Car-Sharing, für eine Bahncard oder für einen Ökostromanbieter. Das kann der Einstieg in eine nachhaltige Zukunft sein, wenn die/der Beschenkte später weitermacht. Mikrokredite sind konkrete finanzielle Hilfen für Personen oder Initiativen. Warum nicht einen Bauern in Peru unterstützen und die Bescheinigung darüber an jemanden verschenken? Wenn der Bauer den Mikrokredit zurückzahlt, macht der hier Beschenkte mit dem Geld vielleicht weiter.

Berlin-Woman findet nachhaltige Festtage gut und wünscht euch viel Spaß beim Vorbereiten!

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Mikrokredite

Nachhaltigkeit auf Berlin-Woman

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