Die Frauenquote kommt! Einigung der großen Koalition am 25.11.2014

die Frauenquote

Frauenquote, Bild: www.toonpool.de
Frauenquote, Bild: www.toonpool.de

Die Frauenquote kommt: Ab 2016 müssen knapp 1/3 (30 %) der Aufsichtsratsposten in den 108 börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen deutschen Unternehmen von Frauen besetzt werden. Wird die Quote unterschritten, sollen die entsprechenden Posten frei bleiben. Das beschloss die große Koalition gestern, den 25.11.2014. Das Gesetz soll am 11.12.2014 im Kabinett verabschiedet werden. Die neue Regelung wird sich positiv auf die Arbeitswelt und Ökonomie auswirken.

 

Mit dem Ziel einer „gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im Öffentlichen Dienst“ wurde die rechtliche Frauenquote von SPD und Union nach monatelangem Streit beschlossen. Man einigte sich auf eine ausnahmslose 30 % Quote für die 108 führenden deutschen Unternehmen. Weitere 3.500 mittelständische Unternehmen werden dazu aufgefordert, eigene Zielvorgaben beim Frauenanteil ihrer Führungsgremien zu setzen.

Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (SPD) und Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) setzten auch ihren  Sanktionsentwurf bei Unterschreitung der Quote durch. Demnach bleiben die Aufsichtsratsposten solange leer, bis die Unternehmen Frauen dafür gefunden haben. Damit soll das immer noch kursierende Vorurteil vom Manko qualifizierter Frauen ausgehebelt und die Unternehmen in die Aktion gezwungen werden. Diese vorbildliche Regelung wird leider mit dem ebenfalls verabschiedeten CSU-Vorschlag aufgeweicht, nach dem Firmen nicht bestraft werden sollen, wenn sie nach Erreichen der Quote wieder hinter den Wert zurückfallen.

Das Gesetz zur Frauenquote soll 2016 inkraft treten. Im Idealfall wird es die Arbeitswelt maßgeblich und positiv verändern. Bislang ist der Frauenanteil in den Führungsetagen viel geringer als der Anteil der weiblichen Mitarbeiter oder Berufseinsteiger in den jeweiligen Branchen. Mit dem Ausgleich kann es zu mehr Gerechtigkeit und Humanität bei unternehmensinternen und -externen Prozessen kommen. Der intensivierte Beitrag qualifizierter und motivierter Mitarbeiterinnen wird das Human Capital der Unternehmen steigern. Und last but not least die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg!

Die Frauenquote auf Berlin-Woman

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