World-Women: Malala Yousafzai, Friedensnobelpreis 2014

World-Women

Malala Yousafzai auf Berlin-Woman

11 Jahre war sie alt, als sie eigenständig in ihrem Blog auf der Website des BBC von der Unterdrückung der Frauen und der Gewalt durch die Taliban in ihrer Heimat berichtete. Malala Yousafzai (*12.06.1997) ist eine pakistanische Kinderrechtsaktivistin. Am 10. Oktober wurde ihr der Friedensnobelpreis zugedacht, den sie sich mit dem indischen Kinderrechtsaktivist Kailash Satyarthi teilt. Beide Preisträger retten den Ruf der Auszeichnung, die mit den wenig glaubwürdigen Trägern Barack Obama und der EU zurecht in die Kritik geraten war.

 

Unter dem Pseudonym Gul Makai gab 2008 Malala Yousafzai die Gewalttaten der Taliban in ihrer Heimatregion, dem Swat-Tal, eigenständig im Internet bekannt. Sie berichtete von der Ermordung ansässiger Pakistani, der Zerstörung von Mädchenschulen und dem Verbot für Mädchen die Schule zu besuchen, Musik zu hören und unverschleiert die Öffentlichkeit aufzusuchen. Dafür erhielt sie 2011 den pakistanischen Friedenspreis.

Die Aktivistin widersetzte sich dem Bildungsverbot und besuchte weiter die Schule. Grund genug für die Taliban, im Herbst 2012 ein Attentat auf sie auszuüben. Schwer verletzt überlebte Malala nur knapp, wurde nach England ausgeflogen und im Queen Elizabeth Militärhospital in Birmingham behandelt. 2013 folgte ihre Familie nach. Seit März 2013 besucht Malala wieder die Schule und setzt ihr Engagement unbeirrt fort.

2012 kürte sie das Time Magazine zu einer der wichtigsten Personen des Jahres, euronews wählte sie zum Mensch des Jahres. Schon 2013 wurde die junge Frau für den Friedensnobelpreis nominiert, der dann aber an die EU ging. Dafür erhielt sie den Memminger Freiheitspreis 1525, den Internationalen Kinder-Friedenspreis und den Sacharow-Preis des EU-Parlaments. An ihrem 16. Geburtstag sprach sie vor der Jugendversammlung der UNO und überreichte dem UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eine Petition für die Bildung aller Kinder mit 4 Mio Unterschriften. Im Herbst 2013 reiste sie in die USA, wo ihre Biografie veröffentlicht wurde und sie mit Barack Obama zusammentraf. Neben dem Dank für die Hilfe für Pakistan kritisierte Malala den Drohnenkrieg der USA. In diesem Jahr besuchte sie das jordanische Lager für syrische Flüchtlinge und warnte vor der „verlorenen Generationsyrischer Kinder. Die Nobelpreisträgerin will in ihr Heimatland zurückkehren, doch die Taliban drohen ihr weiterhin.

Kailash Satyarthi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.