Music with Berlin-WoMan: Yma Sumac

Music with Berlin-WoMan

 Bild: musicstack.com

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Vogelgleiche Pfeiftöne, lyrische Koloraturen und ein grollendes Knurren und Fauchen im schnellen Wechsel. Das ist Yma Sumac. Immer wieder gibt es Revivals der peruanischen Musikkünstlerin, die mit ihrem Stimmspektrum von 4 ½ Oktaven und ihrem verrückten folkloristisch-exotischen Hollywoodstyle für Furore sorgte:

 

Yma Sumac, bürgerlich: Zoila Augusta Emperatriz Chavarri del Castillo (10.09.1922-01.11.2008) wurde in Ichocán in den Anden geboren. Ihr Stimmumfang von 4 ½ Oktaven deckte das Spektrum von Alt bis zu Pfeifstimmen ab. Ausgebildet in Lima hatte die Musikerin die ersten Erfolge in ihrer Heimat. In diesen Jahren spielte sie Folkloremusik mit der Compañía Peruana de Arte von Moisés Vivanco, einer Formation aus 46 indianischen Musikkünstler/innen. 1942 heiratete sie Moisés Vivanco, mit dem sie 1946 die Band Inca Taky Trio gründete.

Dann ging es in die USA, wo sich Yma Sumac für eine Solokarriere entschied. Sukzessive stieg sie zum Folklore- und Latinstar auf. 1950 wurde ihre Platte: Voice of the Xtabay ein Superhit. Yma Sumac gab ausverkaufte Konzerte, spielte in Broadway Musicals und in den Paramount-Spielfilmen: Das Geheimnis der Inkas (1954) und Sturm über Persien (1957) mit. Ihre Musik entwickelte sich zu dem typischen Yma Sumac-Mix aus Inka-Sonnengebeten, Mambo, Jazz, Peruanischer Volksmusik und Hollywood Style. Überbordend-exotische Bühnenshows boten den passenden Rahmen für ihren mitreißenden Sound. Die Künstlerin tourte durch die USA, Europa und feierte 1961 auch Erfolge in der UdSSR.

Finanzielle und private Probleme ließen es in den 1970er Jahren stiller um die Musikerin werden. Durch die Weltmusikbewegung kam es in den 1990er Jahren zu einem Revival, Yma Sumac gab wieder Konzerte und trat u.a. 1997 auf dem Montreal International Jazz Festival auf. 2006 verlieh ihr der Staat Peru den Orden El Sol del Perú. Yma Sumac gab 16 Alben und Compilations heraus. Ihr Song Ataypura wurde Teil des Soundtracks im Coen Brothers Film: „The Big Lebowski“, verschiedene andere Stücke wurden in der Werbung, bei Showvorführungen und in Musikvideos neu aufgelegt.

Yma Sumac, Mambo auf youtube

Yma Sumac, Bo Mambo auf youtube

Yma Sumac, Voice of Xtabay auf youtube

Yma Sumac, compilation1 auf youtube

Yma Sumac, compilation2 auf youtube

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