Berlin-Women: Monique Jacot, Reportage- und Kunstfotografin

Berlin-Women

Monique Jacot,Paris 1962, Bild: www.dasverborgenemuseum.de
Monique Jacot, Paris 1962, Bild: www.dasverborgenemuseum.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rebellin, Realistin, Künstlerin. In der Schweiz, ihrem Heimatland, gilt Monique Jacot als führende Vertreterin der Fotografie. Nun sind ihre Arbeiten erstmals in Deutschland zu sehen. Das Verborgene Museum in Berlin-Charlottenburg zeigt eine Retrospektive mit 120 Arbeiten. Für uns ein Anlass, die Künstlerin und ihre Fotografie genauer vorzustellen:

Monique Jacot (*19.8.1934) ist eine der führenden Schweizer Fotograf/innen und Fotokünstler/innen. Sie wuchs in Neuenburg in der Westschweiz auf. Hier besuchte sie die Fotoklasse der Kunstgewerbeschule Ecole des Arts et Metiers in Vevey, wo sie 1953-56 in der Klasse von Gertrude Fehr studierte. Anschließend arbeitete sie als Reportagefotografin für renommierte Zeitungen und Magazine, wie Die Woche, Annabelle, Du, La Semaine de la Femme u.a. 1967-1970 war sie für die Weltgesundheitsorganisation WHO in Krisengebieten unterwegs, um die dortigen mangelhaften Lebensverhältnisse zu dokumentieren. Zur selben Zeit fotografierte sie auch für die Chemie- und Uhrenindustrie. Außerdem erstellte sie im Auftrag von Geo, Stern, Elle, die Vogue, Réalités, L’Illustré, Schweizer Illustrierte und Réalités Fotoserien mit Motiven aus der ganzen Welt. Dabei tauschte sie sich mit den Fotograf/innen der Agentur Magnum, darunter Henry Cartier-Bresson, Robert Frank, Anna Farová und Martine Franck aus. 1985 fiel die Entscheidung, sich als freischaffende Fotokünstlerin selbstständig zu machen. Jacot interessiert sich für die Themenbereiche: Frauenarbeit und Frauengemeinschaften, gesellschaftliche Extreme, Impressionen des alten Europa und surreale Landschaften. In Langzeitprojekten hält sie Prozesse fest, so 1991-93 in „Printemps de femmes – wir sind so frei“ die Demonstrationen für die Frauenrechte in der Schweiz. Ihre Kunstfotografie zeichnet sich durch Experimentelles und Detailversessenheit in den verschiedensten Techniken aus. 1989-2005 beteiligte sich die Künstlerin am Projekt „L’Enquête photographique en Valais“. Neben vielen Einzelpublikationen ist sie in den wichtigsten Gesamtdarstellungen der Schweizer Fotografie vertreten. Es gibt auch 3 Filmdokumentationen. Jacots Werk wird in der Fotostiftung Schweiz in Winterthur verwahrt. Aktuell zeigt das Verborgene Museum in Berlin-Charlottenburg eine Retrospektive mit 120 Arbeiten aus allen Schaffensphasen. Eröffnung ist am Mittwoch, den 08.10.2014, 19:00 Uhr.

Monique Jacot. Reportagen und Tagträume. Fotografien, Polaroids, Transfers, Fotogramme, Das verborgene Museum. Dokumentation der Kunst von Frauen, Schlüterstr. 70, 10625 Berlin, Do-Fr 15:00-19:00, Sa-So 12:00-16:00 Uhr, 3/1,50 €, 09.10.2014-01.03.2015.

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