Die Kreativwirtschaft! News aus dem 3. Kreativwirtschaftsbericht Berlin 2014

kreative Unternehmen

Bild: morgenpost.de
Bild: morgenpost.de

Die neuen Zahlen zur Kreativwirtschaft sind da. Der 3. Kreativwirtschaftsbericht des Berliner Senats beleuchtet die Entwicklung der Jahre 2009-2012. Und zeigt die Kreativwirtschaft als dynamischsten Wirtschaftszweig der Stadt auf. Das ist sowohl Groß- als auch Kleinunternehmen zu verdanken. Führend sind die Branchen: Design, Kunst, Musik und Games.

 

Die Kreatvwirtschaft, vor ein paar Jahren noch von Wirtschaftsexperten belächelt, ist zu einer feststehenden wirtschaftlichen Größe geworden. Kreative Unternehmen befassen sich laut Wirtschaftsministerkonferenz mit der Schaffung, Produktion, Verteilung bzw. medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen. In Berlin gelten sie bereits als Wachstums- und Innovationstreiber für die gesamte hiesige Wirtschaft. Anders als in anderen Branchen haben hier Groß- und Kleinunternehmen ihre Geltung. In der Regel sind kreative Produkte keine Massenware. Sie werden speziell erzeugt, vermarktet, beworben und verkauft.

Die Gewinner auf dem Berliner Markt der Kreativen sind: das Design mit einer Wachstumsrate von 100 % sowie Kunst, Musik und Software- und Spieleentwicklung mit einer Wachstumsrate von 50-60%. Dem folgen die Buch-, Werbung- und Theaterbranche mit 20 %. Insgesamt sind 30.000 neue Jobs in der Berliner Kreativwirtschaft entstanden, darunter ein großer Teil in der Game- und Softwareentwicklung. Das Wachstum ist auch dem Zuzug der Kreativen in die Hauptstadt geschuldet: So leben 42 % aller Berufskünstler/innen, 30 % aller Berufsfotograf/innen sowie jede/r 10. Berufsautor/in und im Musikbusiness Tätige aus Deutschland in Berlin. Jedes 8. Filmunternehmen hat seinen Sitz in Berlin. Diese sorgten für einen Umsatz von 16,6 Milliarden €.

Das Durchschnittseinkommen der Kreativen nimmt sich dagegen bescheiden aus: monatlich sind es 1.800 €, die Designer/innen verdienen durchschnittlich 1.500 €, die Künstler/innen noch wesentlich weniger.

Fazit: Die Kreativwirtschaft funktioniert anders als die anderen Wirtschaftszweige. Sie ist vielfältiger, flexibler und weniger auf die Massenproduktion ausgerichtet. Wer in der Kreativwirtschaft tätig ist, haushaltet und denkt anders. Im Mittelpunkt steht das kreative Produkt, das wir direkt vermarkten, bewerben und verkaufen. Die Expansion kommt von selbst.

Quelle: Morgenpost vom 27.09.2014

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.