Berlin-WoMen: Alexander von Humboldt (14.09.1769-06.05.1859)

Berlin-WoMen

Alexander v. Humboldt, Portrait von Joseph Stieler, 1843, Bild: de.wikipedia.org
Alexander v. Humboldt, Portrait von Joseph Stieler, 1843, Bild: de.wikipedia.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt (14.09.1769-06.05.1859) ist ein gebürtiger Berlin-WoMan und einer der berühmtesten Naturforscher der Welt. Er legte 10.000e km zu Fuß, zu Pferd und per Schiff zurück, überquerte die Anden, erforschte den Amazonasverlauf und reiste vom Ural bis nach China. Er revolutionierte das „Weltwissen“ und etablierte die Geografie als empirische Wissenschaft.

 

Der Sohn eines königlich-preußischen Kammerherrn und Bruder von Wilhelm von Humboldt wuchs im Humboldtschlösschen in Berlin-Tegel auf. Neben einer umfassenden aufklärerischen und naturwissenschaftlichen Schulung erhielt Alexander von Humboldt Mal- und Zeichenunterricht bei Daniel Chodowiecki. Das sollte wesentlich für die Dokumentation seiner Forschungsreisen werden. 1787 absolvierte er ein Studium an der Viadrina in Frankfurt/Oder, und 1788 an der Uni Göttingen. Seine Professoren waren Georg Christoph Lichtenberg und Johann Friedrich Blumenbach.  Entscheidende Impulse erhielt der angehende Wissenschaftler vom Weltumsegler und Naturforscher Georg Forster. Seinen Studienabschluss machte er an der Hamburger Büsch Akademie und der Bergakademie Freiberg. Bis 1796 war er preußischer Bergassessor, dann ermöglichte ihm das Erbe seiner verstorbenen Mutter die ersehnte Existenz als unabhängiger Naturforscher und Wissenschaftler. 1798 ging er nach Paris, wo er im Botaniker Aimé Bonpland den passenden Gefährten für seine Forschungsreisen fand. Sie bereisten 1799-1802  Lateinamerika und 1803-1804 Südamerika mit einem abschließenden Staatsempfang beim amerikanischen Präsidenten Thomas Jefferson in Washington. Die Aufarbeitung seiner Forschungsergebnisse in 34 illustrierten Bänden führte der überall gefeierte Wissenschaftler in Paris und Berlin durch. 1827 hielt Alexander von Humboldt seine berühmten offenen Vorlesungen an der Berliner Universität. 2 Jahre darauf führte er auf Einladung des russischen Zaren Nikolaus I. seine lang vorbereitete Expedition nach Asien durch. 1845-1862 entstand sein wissenschaftliches Hauptwerk „Kosmos. Entwurf einer physikalischen Weltbeschreibung“. Humboldt war Mitglied der Leopoldinisch-Karolinischen Akademie der Naturforscher, der Preußischen Akademie der Wissenschaften, der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften. Am 14.09. vor 245 Jahren wurde der vielfach ausgezeichnete Weltenforscher geboren. Ihm verdanken wir eine interdisziplinäre und interkulturelle Sichtweise auf unseren Planeten. Don’t forget!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.