Berlin-WoMen: Caspar David Friedrich (05.09.1774-07.05.1840)

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Caspar David Friedrich, Wanderer über dem Nebelmeer, 1818, Hamburger Kunsthalle.  Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wanderer_%C3%BCber_dem_Nebelmeer
Caspar David Friedrich, Wanderer über dem Nebelmeer, 1818, Hamburger Kunsthalle. Bild: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Wanderer_%C3%BCber_dem_Nebelmeer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wanderer über dem Nebelmeer, der Mönch am Meer, Kreidefelsen auf Rügen – diese Gemälde gehören zum kulturellen Bildergedächtnis. Am 05.09. vor 240 Jahren wurde ihr Maler: Caspar David Friedrich geboren. Ein Künstler, dessen Kunst und Karriere bis heute faszinierend modern sind:

 

Caspar David Friedrich (05.09.1774-07.05.1840) ist einer der bedeutendsten Maler und Zeichner in der Geschichte der deutschen Kunst. Mit seinen politisch-metaphysischen Landschaftsbildern gab er der Romantik seine ganz eigene Prägung. Der Sohn eines mecklenburgischen Kerzenmachers erhielt 1790 den 1. Zeichenunterricht. 1794 ging es auf die Königlich Dänische Kunstakademie in Kopenhagen, 1798 auf die Kunstakademie in Dresden. In Dresden ließ er sich bis zu seinem Lebensende nieder. Auf seinen Wanderungen durch Mecklenburg, Rügen, Böhmen, das Riesengebirge und den Harz entstanden seine Studien und Skizzen – dem Motivfundus seiner unvergleichlichen Gemälde. Erst 1807 wandte sich Friedrich der Ölmalerei zu, die ihm seine beispiellose Karriere eröffnete. Schon ein Jahr später veranstaltete er eine Art offenes Atelier, wo er das Ölbild „Tetschener Altar“ präsentierte. Ein öffentlicher Disput um die Aufgabe der Landschaftskunst entstand, und schlagartig wurde der Künstler berühmt. Er gewann prominente Sammler, darunter den preußischen Kronprinzen, den Preußenkönig Fr. Wilhelm III. und den russischen Zaren Nikolaus I. Infolge der napoleonischen Besatzung wurden seine Motive politisch geschärft. So trugen die Personen in seinen Bildern die damals verbotene altdeutsche Tracht. Mit den Darstellungen Gräber gefallener Freiheitskämpfer, Chasseur oder Hermannsgrab bekannte sich Friedrich offen zum Patriotismus. Die Bilder wurden auf der Kunstausstellung anlässl. der Befreiung Dresdens 1814 zur Hauptattraktion. Um seine Karriere voranzubringen, schlug Friedrich einen damals völlig innovativen Weg ein. Er pflegte ein Netzwerk gleichgesinnter Künstler, Wissenschaftler und Literaten, die für die Verbreitung seines Namens sorgten. Auch stellte er regelmäßig auf großen Kunstausstellungen und Messen aus und war Mitglied der Berliner und der Dresdner Kunstakademie. In Dresden ernannte man ihn 1824 zum Professor. Caspar David Friedrich war mit Christiane Caroline Bommer verheiratet, das Paar hatte 3 Kinder. Die Gemälde des Malers befinden sich in zahlreichen internationalen Museen, ein großes Konvolut ist in der Alten Nationalgalerie in Berlin zu sehen. Seit 2004 gibt es das Caspar David Friedrich-Zentrum in Greifswald.

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