PATRIOTINNEN, auf der Spur der Dichterin Marina Zwetajewa. In den Berliner Kinos!

PATRIOTINNEN

Patriotinnen auf Berlin-Woman
Patriotinnen auf Berlin-Woman

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Patriotinnen, auf der Spur der Dichterin Marina Zwetajewa“. So heißt der neue Film der Regisseurin Irina Roerig. Es ist nicht nur ein Dokumentarfilm über die bekannteste russische Dichterin im 20. Jahrhundert. Es ist ein Film über Russland in der Oktoberrevolution, in der Zeit der Sowjetunion und im 21. Jahrhundert:

 

Das bringt uns der Dokumentarfilm in 3 Erzählsträngen und über 3 Persönlichkeiten nahe. Im Mittelpunkt steht die Musikerin Elena Frolowa, die Texte von russischen Poeten aus dem silbernen Zeitalter vertont, darunter Gedichte der berühmten Lyrikerin Marina Zwetajewa. Frolowa ist eine Repräsentantin der postsowjetischen Kunst und Kultur, in der Vergangenes im Gegenwärtigen weiterlebt, in der die historischen Brüche durch eine konstante Befragung des Gewesenen „gekittet“ werden. Der Film begleitet die Musikerin bei ihren Auftritten in und außerhalb Russlands. Ihre Liebe zu den ungestümen, leidenschaftlich-expressiven Texten Marina Zwetajewas führt unmittelbar zu deren Kunst und Leben. Und räumt gleichzeitig die Gefahr einer trockenen dokumentarischen Filmerzählung aus dem Weg. Sequenzen mit Fotografien der Dichterin und nachgespielte Szenen aus ihrem bewegten und tragischen Leben sind zwischen die Dokumentaraufnahmen und Interviews mit Frolowa eingestreut. Den 3. Erzählstrang bespielt die resolute Mutter der Sängerin, Maja Stepanowna Frolowa. Die Selbstversorgerin und überzeugte Sozialistin lebt in einer kleinen altrussischen Stadt bei Moskau. Ihr Blick auf die postsowjetischen Verhältnisse eröffnet eine Perspektive jenseits des Superkapitalismus, und das nicht ohne Humor. Schön, dass Iris Berben ihre Stimme der Marina Zwetajewa geliehen hat. Schade, dass der Film dann doch zu wenig auf das Schicksal der hochbegabten Dichterin eingeht, die die Oktoberrevolution, der 1. Weltkrieg, der Stalinismus und der 2. Weltkrieg durch Europa und letztendlich in den Tod trieb. „Ihr Leute in 100 Jahren! Warum werde ich nie erfahren, was ihr für Augen haben werdet?“ (Marina Zwetajewa)

PATRIOTINNEN, 2013, Dokumentarfilm 84 min, Buch und Regie – Irina Roerig. Kamera und Schnitt – Axel Brandt, in russischer Fassung TRI GEROINI V POISKAH RODINI. Filmförderung Schleswig-Holstein

PATRIOTINNEN in den Berliner Kinos

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