Element des Absurden: ein Besuch beim Project Space Festival Berlin

Project Space Festival

Bild: kreuzbergpavillon.tumblr.com/
Bild: kreuzbergpavillon.tumblr.com/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Gruppe steht mit Gläsern in der Hand vor einer Parterrewohnung in der Naunynstraße 53. Drinnen 5 Kunstwerke an den Wänden. Die Gäste sind aufgefordert, Antoanetta Marinov zum Geburtstag zu gratulieren. Wunderkerzen werden gezündet, Lieder gesungen. Aber die junge Frau hat gar nicht Geburtstag. Ihre Installation ist Teil der Ausstellung „Same Standing“. Unsere Mitbloggerin Sandra Y. Mueller findet die Grundidee des „Project Space Festival Berlin“ im Kreuzberg Pavillon gut umgesetzt:

 

6 Künstler/innen stellen an diesem 16.08.2014 im Kreuzberg Pavillon aus. Streng ausgewählt nach ihrer gemeinsamen Körpergröße von 166 cm. Das Maßband hängt noch an der Wand. Warum dieses Kriterium? Andererseits: Warum sollte man herkömmlich nach Genres wie Kubismus oder Nationalitäten ordnen? Das Element des Absurden ist hier Programm. Den Machern kommt es darauf an, Brüche zu zeigen und nicht althergebrachte Erwartungshaltungen zu bedienen. Kunst wird im Kreuzberg Pavillon nur jeden Sonnabend von 20:00-1:00 Uhr gezeigt. „Die Leute denken, wir seien immer hier, aber die permanente Ausstellung ist nur eine Illusion“, erklärt Heiko Pfreundt, der das Projekt mit Alessandro Vitali und Lisa Schorm betreibt. Die „Schlagrichtung“ geht von performativen Skripten und dem Prinzip des Teilens aus: beispielsweise ergreift dienstags eine Friseurin Besitz vom Kreuzberg Pavillon und donnerstags wirbelt hier ein Küchenkollektiv. Erst am Sonnabend ist dann wieder eine Ausstellung. Wie die Idee des Project Space Festivals auch weniger gut funktionieren kann, zeigte sich tags zuvor im Speisekino Moabit (ZK/U) im ehemaligen Bahndepot. Offiziell begann die Veranstaltung um 19:00 Uhr, aber ausgerechnet an diesem Tag ist 19:50 Uhr und damit eine Stunde vor der Filmvorführung (Das Traumhaus) das Essen alle. Ein Speisekino ohne Speisen! Der Lieferservice einer Pizzeria springt ein, Element des Absurden. Das Project Space Festival Berlin läuft noch bis zum 31.08.2014. Jeden Tag steht ein anderer Projektraum im Blickpunkt. Ein spannendes Konzept – der Besuch lohnt sich!

Kreuzbergpavillon

Das Festival ist von insitu Berlin initiiert.

Project Space Festival Berlin, 01.-31.08.2014, Eintritt: frei

Project Space Festival mit Programmangaben

2 Gedanken zu „Element des Absurden: ein Besuch beim Project Space Festival Berlin

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