Sexuelle Gewalt im Krieg: Mahnwache der Comfort-Women in Berlin – #TimeToAct in London

Solidarity

Bild: rememberoursisterseverywhere.com
Mahnmal der „Comfort-Woman“ vor der japanischen Botschaft in Seoul, Bild: rememberoursisterseverywhere.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Vergewaltigung als Kriegswaffe ist eines der erschütterndsten und brutalsten Verbrechen gegen Zivilisten. So unmenschlich, dass es für die Opfer praktisch unmöglich ist, darüber zu sprechen“, sagte Angelina Jolie auf der Konferenz „Global Summit to End Sexual Violence in Conflict“ in London im Juni. Eine Betroffene ist die 87jährige Koreanerin Lee Ok-seon, die mit 14 Jahren im 2. Weltkrieg vom japanischen Militär verschleppt und sexuell versklavt wurde. Zum Gedenktag der ehemaligen 200.000 „Trostfrauen“ am 14.08.2014 nahm sie an der Mahnwache am Pariser Platz teil. Dieses Kriegsverbrechen darf nicht vergessen werden.

Die „Trostfrauen“ (engl.: Comfort-Women) sind Mädchen und Frauen, die den japanischen Soldaten im II. Weltkrieg zwangsweise als Prostituierte dienten. 200.000 Frauen aus ganz Asien wurden damals von der japanischen Armee entführt und sexuell versklavt. Ein systematisch organisiertes Kriegsverbrechen, das die japanische Regierung bis heute leugnet. Die Betroffenen sind traumatisiert und leiden psychisch und physisch. Seit 1991, als die ehem. Trostfrau Kim Hak-Soon das Schweigen brach und an die Öffentlichkeit trat, gibt es die Bewegung der Comfort-Women. Die Opfer kämpfen weltweit für eine offizielle Entschuldigung und Entschädigung durch den japanischen Staat. Die Tatsache der sexuellen Gewalt und Versklavung in Kriegen und Krisengebieten ist kein historisches Phänomen. Immer wieder gibt es erschreckende Berichte aus Ländern wie dem Kongo, Kambodscha, Bosnien, Nigeria, Ägypten und Afghanistan. Im Juni fand die Konferenz „Global Summit to End Sexual Violence in Conflict“ in London unter der Leitung von Angelina Jolie statt. 48 AußenministerInnen und 600 RegierungsvertreterInnen aus 113 Nationen diskutierten über das Thema der sexuellen Gewalt im Krieg, das allgegenwärtig ist. Der UN-Sicherheitsrat stellte fest, dass Massenvergewaltigungen nicht nur „kriegerische Konflikte verschärfen“, sondern auch nach Kriegsende den „Friedensprozess erschweren“. Es ist: #TimeToAct!

Comfort Women, Aktionsgruppe im Korea-Verband

#TiimeToAct

Comfort-Women auf Berlin-Woman

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