Berlin-Women: Fanny Lewald (mit Download-Links ihrer Romane)

Berlin-Women

Bild: phil-fak.uni-duesseldorf.de
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Man nannte sie „die deutsche George Sand“. Die Schriftstellerin Fanny Lewald war eine Bahnbrecherin der Frauenemanzipation und der professionellen Literatinnen. Sie starb am 05.08.1889 im Alter von 78 Jahren.

 

Fanny Lewald, geb. Fanny Marcus (24.03.1811-05.08.1889) ist eine deutsche Schriftstellerin und Pionierin der Frauenbewegung. Als erstes Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie wächst sie in Königsberg auf. Bis 1825 wird sie mit ihren Brüdern auf eine pietistische Privatschule geschickt, um dann als Teenager zuhause vom Vater weiter ausgebildet und erzogen zu werden. Das und die Konvertierung der Familie zum evangelischen Glauben empfindet die Freiheitsliebende und Wissbegierige als Tyrannei. 1832 will der Vater sie mit einer „guten Partie“ verheiraten. Fanny wehrt sich erfolgreich und beginnt zu schreiben, publiziert anonym Artikel in der Zeitschrift Europa und die Vormärzromane: Clementine, Jenny und Eine Lebensfrage. Die Bücher werden zu Bestsellern. Fanny kann sich nun selbständig ernähren und zieht nach Berlin. Nach dem Tod des Vaters 1846 veröffentlicht sie unter eigenem Namen. Sie geht eine Liebesbeziehung zum Philologen Adolf Stahr ein, den sie auf einer Rom-Reise kennengelernt hat und 1855 heiratet. Bis dahin lebt das Paar„in wilder Ehe“. Fanny wird Zeugin der 1848er Revolution in Paris, Frankfurt/M. und Berlin. In Berlin führt sie einen literarisch-politischen Salon, in dem u.a. George Sand, Rahel Varnhagen und Ferdinand Lassalle verkehren. Im Mittelpunkt ihrer Romane, Erzählungen und Essays stehen emanzipierte Frauen und mütterliche Männer. Lewald setzt sich für die Frauenbildung, die gewerbliche Frauenarbeit und gegen die Zwangsehe ein, spricht sich aber gegen das Frauenwahlrecht aus. Bis zu ihrem Tod schreibt sie, in späten Jahren kommen Reisen hinzu. Auf der letzten Reise stirbt sie unterwegs in Dresden.

Adele, 1864. Download im Deutschen Textarchiv

Für und wider die Frauen, 14 Briefe, 1870. Download im Deutschen Textarchiv

Weitere Fanny Lewald Werke zum Downloaden im Projekt Gutenberg

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