Die Welt um 1914. Farbfotografie vor dem Großen Krieg, ab 01.08.2014 im Martin-Gropius Bau

Berliner Festspiele

Stephane Passet: Indien, Bombay, Brahmanen und Sadhus, 17.12.1913 © Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine. Bild: www.berlinerfestspiele.de
Stephane Passet: Indien, Bombay, Brahmanen und Sadhus, 17.12.1913 © Musée Albert-Kahn, Departement des Hauts-de-Seine. Bild: www.berlinerfestspiele.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1914 in Farbe! Und auf einmal ist die Vergangenheit bunt, lebendig und ganz nah. Als die Nationen zum 1. Weltkrieg aufrüsteten, baute der französische Bankier Albert Kahn ein Archiv mit über 70.000 Farbfotografien mit Motiven aus der ganzen Welt auf. Dieser Bilderschatz sollte zum Frieden beitragen und wurde zwangsläufig zum Gedächtnis einer vom Krieg massiv veränderten Welt. Ab dem 01.08.2014 zeigen die Berliner Festspiele 140 Farbaufnahmen aus dem Kahn-Archiv kombiniert mit Bildern von Adolf Miethe und Sergej M. Prokudin-Gorskii. Geschichte ist jetzt!

Vor 100 Jahren war die Farbfotografie, 1861 offiziell von Clerk Maxwell eingeführt, noch eine Rarität. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurde sie im Fotojournalismus eingesetzt. Aber nicht nur deshalb ist die  Dokumentation Les Archives de la Planète, die der französische Bankier Albert Kahn 1908-1930 mit 72.000 Farbfotografien und Filmen anlegen ließ, ein unermesslicher kultureller Schatz. Kahn entsandte Fotografen in europäische, asiatische und afrikanische Länder, wo sie lokale Szenerien, Bauten, Landschaften und Lebensweisen aufnehmen sollten. Ursprünglich dienten die Bilder dem Frieden und der Völkerverständigung. Denn der Bankier trug sich mit der Überzeugung: Wenn man einander kennt, muss man keinen Krieg gegeneinander führen. Die Fotos haben einen einzigartigen historischen und ethnologischen Wert. Aktuell zum Themenjahr Ausbruch des Ersten Weltkrieges zeigt der Martin-Gropius-Bau die Ausstellung Die Welt um 1914. Farbfotografie vor dem Großen Krieg. Im Mittelpunkt stehen Autochrome aus dem Archiv Kahn vor 1914, die mit Farbbildern deutscher Landschaften von Adolf Miethe und mit Farbfotodokumenten aus dem Zarenrussland von Sergej M. Prokudin-Gorskii kombiniert sind. Die Farbaufnahmen rücken die Vergangenheit in die Jetztzeit. Sie legen unsere gesellschaftlichen und kulturellen Wurzeln frei. Sie machen Geschichte lebendig. A colourful past makes our life precious!

Die Welt um 1914. Farbfotografie vor dem Großen Krieg. Veranstalter Berliner Festspiele. Ein Koop. des LVR-LandesMuseums Bonn und des Martin-Gropius-Bau, Berlin, im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie Berlin, MGB, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin, 10:00–19:00 (20:00) Uhr, Di geschlossen, 9/6,50 €, bis 16 Jahre Eintritt frei, 01.08.-02.11.2014

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