Berlin-WoMen: Walker Evans

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WE, 1937 Bild: www.de.wikipedia.org
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Walker Evans (03.11.1903-10.04.1975) ist ein USamerikanischer Fotograf. Weltbekannt wurde er durch den Auftrag der Farm Security Administration, bei dem er verarmte Landarbeiter in Alabama mit der Kamera festhielt. Die eindrücklichen Portraits der Opfer der „Großen Depression“ gingen um die Welt.

Walker Evans wuchs in Chicago auf, wo er zunächst französische Literatur studierte. 1928 begann er mit der Fotografie. Seine Vorbilder waren August Sander und Eugène Atget. Die einzigartige Mischung aus Dokumentar- und Kunstfotografie sollte sein Werk berühmt machen. Evans selbst verstand sich in erster Linie als Künstler. Er richtete das Kameraobjektiv auf das Stadt- und Landleben, die Architektur, den Alltag und die Kunst seines Landes. Seine Ansichten von Straßen, U-Bahnhöfen, Denkmälern, Interieurs, Reklameschildern und Typographien stehen sinnbildlich für die USA des 20. Jahrhunderts. Weltbekannt wurde sein Projekt für die Farm Security Administration (FSA). 1935-38 dokumentierte er Leben und Alltag der ehem. Pächterfamilien in Hale County/Alabama. Dabei arbeitete er mit dem Schriftsteller James Agee zusammen, mit dem er die 3 Familien Fields, Burroughs und Tingle in Alabama begleitete. Ein Teil der Bilder wurde im New Yorker Moma ausgestellt, 1941 erschien das Buch Let Us Now Praise Famous Men. Zunächst kein Erfolg, stießen Buch und Fotoaufnahmen dann in den 1960er Jahren auf internationale Aufmerksamkeit. Walker Evans unterrichtete 1945-65 an der Yale Univ. in New Haven, 1965 wurde er dort Professor. 1970 hatte er eine Retrospektive im Moma. Er arbeitete für die Zeitschriften Life, Fortune und Architectural Forum. Fotoreisen führten ihn nach Kuba und Großbritannien. Evans war bis 1955 mit Jane Smith Ninas und ab 1960 bis zu seinem Tod mit Isabelle Böschenstein von Steiger verheiratet.

Morgen wird die Ausstellung Walker Evans. Ein Lebenswerk mit 200 Originalfotografien im Martin-Gropius-Bau in Berlin-Mitte eröffnet.

Walker Evans. Ein Lebenswerk, veranstaltet von Berliner Festspiele mit Martin-Gropius-Bau, eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, aus der Sammlung von Joan und Clark Worswick, MGB, Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin, 10:00–19:00 (20:00) Uhr, Di geschlossen, 7/5 €, bis 16 Jahre Eintritt frei, 25.07.-09.11.2014

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