Berlin mit Berlin-WoMan: die East Side Gallery

Berlin-Friedrichshain

Bild: Günther Schaefer, die Flagge Die Flagge des Zusammen­gehörig­keits­gefühls der Nationen und Religionen, all rights reserved to the artist
Bild: Günther Schaefer, die Flagge des Zusammen­gehörig­keits­gefühls der Nationen und Religionen, all rights reserved to the artist

 

 

 

 

 

 

 

 

118 Künstler/innen aus 21 Ländern und über 1 km Mauer: So entstand 1990 die East Side Gallery auf dem Mauerteilstück an der Mühlenstraße zwischen Ostbahnhof und Oberbaumbrücke entlang der Spree. Das Gesamtkunstwerk versteht sich als Symbol für das Ende des Kalten Krieges und gilt als eines der wichtigsten Denkmäler zur Erinnerung an den Mauerfall. In diesem und im kommenden Jahr begeht die größte Open Air Gallery der Welt ihr Jubiläum:

Die East Side Gallery ist das Ergebnis der erfolgreichen Verhandlungen über den Zusammenschluss des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) und des Verbandes Bildender Künstler der DDR (VBK). Sie ist das 1. gesamtdeutsche Kunstprojekt, das damals noch vom Ministerrat der DDR in Auftrag gegeben wurde. Die über 100 Bilder auf der ehemaligen Ostseite der Mauer, die bis September 1990 von internationalen Künstler/innen geschaffen wurden, thematisieren auf ganz unterschiedliche Weise die politischen Veränderungen durch den Mauerfall: Ängste, Hoffnungen und Visionen sind dort visualisiert. Die Ursprungsidee, die bemalten Mauerstücke um die Welt zu schicken und zu versteigern, wurde verworfen. Stattdessen wurde die Open Air Gallery im November 1991 unter Denkmalschutz gestellt. 1996 riefen beteiligte Künstler/innen den Verein Künstlerinitiative East Side Gallery e.V. ins Leben. Er widmet sich dem Erhalt und der Sanierung der Mauerbilder, die durch Witterung und Graffiti stark angegriffen sind. 2000 und 2008 erfolgten umfassende Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen. Immer wieder ist die East Side Gallery durch Baumaßnahmen, zuletzt durch die O2 World und die Wohnbebauung der Brommystraße, gefährdet. Massive Proteste gab es im März 2013 gegen den Durchbruch der Mauer für die Zufahrt zur Baustelle des geplanten Hotels und Wohnhauses. Derzeitiger Plan ist, die Galerie als „künstlerisch transformiertes Mauerdenkmal“ in einen Uferpark zu integrieren. Anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls ist die East Side Gallery Thema der gleichnamigen Buchpublikation von Jörg Weber und der Filmdoku von Karin Kaper und Dirk Szuszies, die am 16.10.2014 in die Kinos kommt.

Bild- und Textdokumentation: Jörg Weber in Zusammenarbeit mit der Künstlerinitiative East Side Gallery e.V., Eastside Gallery, Berlin Story Verlag 2014, 16,95 €

Kinodokumentation: Berlin East Side Gallery, Karin Kaper und Dirk Szuszies. Ein Beitrag zum 25. Jahrestag des Mauerfalls, Kinostart 06.01.2015

Blog: East Side Gallery

East Side Gallery, Mühlenstraße zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof, 10243  Berlin

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