Neues von der Künstlersozialkasse: Bundestag hat Gesetzentwurf verabschiedet

kreative Unternehmer/innen

Berlin-Woman_Künstlersozialkasse

 

 

 

 

Die Künstlersozialkasse (KSK) ist ein Segen für die Kreativwirtschaft. Seit 30 Jahren versorgt sie Kreativunternehmer/innen und kreative Freischaffende. Um den Finanzhaushalt der KSK zu stabilisieren, gibt es nun schärfere Kontrollen bei den abgabepflichtigen Unternehmen. In der Nacht zum 04.07.2014 beschloss der Bundestag einen Gesetzentwurf der Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).
Seit 1983 stellt  die KSK  die freischaffenden Kreativen in den Schutz der gesetzlichen Sozialversicherung. Das intelligente Abgabesystem ermöglicht rund 180.000 freien Künstler/innen und Publizist/innen in Deutschland eine Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. So wie angestellte Arbeitnehmer/innen zahlen sie 50 % des Beitrags. Die andere Hälfte tragen der Bund (20 %) und Unternehmen, die – wie zum Beispiel Theater und Verlage – von der Arbeit der Kreativen profitieren (30 %). Diese Unternehmen müssen eine sogenannte Künstlersozialabgabe auf Honorare an Künstler/innen, Texter/innen oder Autor/innen zahlen. In der Vergangenheit sind viele Kreativunternehmen dieser Abgabepflicht nicht nachgekommen, so dass es zu einer finanziellen Schieflage der KSK gekommen ist. Am 04.07.2014 hat nun der Bundestag einen Gesetzentwurf verabschiedet, der eine schärfere Überwachung vorsieht: Geplant sind künftig rund 400.000 statt bisher 70.000 Kontrollen pro Jahr. Erwartet werden Mehreinnahmen in Höhe von rund 32 Mio. €, die zusätzlichen Ausgaben werden mit 13,6 Mio. € beziffert. Somit stünden der KSK zukünftig 20 Mio. € mehr für die Unterstützung der freien Kreativen zur Verfügung. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband von mehr als 200 Bundeskulturverbänden, lobte den Gesetzentwurf als einen „Schritt zu mehr Abgabegerechtigkeit“.

Gesetzestext im Wortlaut als PDF

Künstlersozialkasse

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