Berlin-Women: Friederike Sophie Wilhelmine von Bayreuth

Berlin-Women

Bild: www.die-lindenallee.de
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„Du, Schwester, die zur Göttin ich erhob, … Kraft Deiner Tugend hielt der Welt ich stand …“, schrieb Friedrich II. 1758 aus dem Kriegslager an Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen, Berlin-Woman und Begründerin der weltbekannten Bayreuther Oper.

 

Friederike Sophie Wilhelmine von Preußen, Wilhelmine von Preußen oder auch Wilhelmine von Preußen-Bayreuth (03.07.1709-14.10.1758) ist eine gebürtige Berlin-Woman, Komponistin und Kunstmäzenin. Die älteste Tochter des Soldatenkönigs und von Sophie Dorothea von Hannover war die Lieblingsschwester und Vertraute Friedrichs des Großen. Der Briefwechsel mit dem Bruder und ihre Memoiren geben Einblick in das komplexe und komplizierte Innenleben des Preußischen Hofes. Bereits als Mädchen wurde Wilhelmine Spielball der unterschiedlichen politischen Interessen der Eltern. Auch erlebte sie körperliche und seelische Gewalt während ihrer höfischen Erziehung. Ausgebildet wurde sie in Sprachen, Altertumskunde und Musik. Sie war eine begnadete Musikerin. 1731 heiratete Wilhelmine den Erbprinzen Friedrich von Bayern, mit dem sie die Tochter Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth haben sollte. Als Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth brachte sie die Architektur, Künste und Wissenschaften an den Bayreuther Hof. Das 1748 gegründete weltbekannte Opernhaus geht auf sie zurück. Sie leitete die Bayreuther Oper 20 Jahre lang, sandte die Sänger/innen und Komponist/innen nach Venedig zur Ausbildung und komponierte auch selbst. Überliefert haben sich die Oper „L’Argenore“, 1 Flötensonate, 2 Cavatinen zur Oper „L’Huomo“ und verschiedene Libretti. Wilhelmine von Bayreuth träumte vom Gesamtkunstwerk, das Kunst, Architektur, Literatur, Philosophie und Musik vereinen sollte. Dazu gründete sie 1752 eine Universität und 1756 die Akademie der freien Künste und Wissenschaften in Bayreuth. Mit Voltaire tauschte sie sich über die Ideen der Aufklärung aus. Wilhelmine starb am 14.10.1758, ihr Bruder errichtete an ihrem 10. Todestag den Freundschaftstempel im Park Sanssouci. Am 03.07. jährt sich der Geburtstag der Markgräfin zum 305. Mal. 

2 Gedanken zu „Berlin-Women: Friederike Sophie Wilhelmine von Bayreuth

  1. Liebe Katharina, herzlichen Dank für die vielen wertvollen Infos. Wir schalten gerne Ihren Kommentar frei, so dass sich jede/r, der Interesse hat, die richtigen Angaben zu Gemüte führen kann. Unser Artikel beruht Quellen aus dem Internet, wobei wir immer drei konsultieren, um möglichst die richtigen Daten zusammen zu tragen. Fein, wenn Sie als Kennerin von Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth dazu beitragen! Ihre Berlin-WoMan.

  2. Hallo liebe Redakteure,

    durch Zufall bin ich auf eure Seite gestoßen und habe den Artikel über Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth gelesen. Doch gleich zu Beginn ist mir unangenehm aufgefallen, dass dieser Artikel etliche Fehler enthält.

    1. Wilhelmine ist bekannt als Wilhelmine von BRANDENBURG-Bayreuth und nicht, wie angegeben, von Preußen-Bayreuth.
    2. Die gute Frau hat den Erbprinz Friedrich von Brandenburg-Bayreuth geheiratet und nicht von Bayern.
    3. Das Opernhaus wurde 1748 eingeweiht und nicht gegründet, außerdem sollte betont werden, dass es sich hierbei um das Markgräfliche Opernhaus handelt und NICHT um das weltberühmte Festspielhaus.
    4. Die Universität oder auch Friedrichsakademie wurde 1742 gegründet, nicht 1752 und zwar von ihrem MANN. Sie existiert übrigens heute noch in Erlangen.
    5. Die Kunstakademie wurde ebenfalls vom Markgrafen gegründet und nicht von Wilhelmine.
    6. Sie holte sich Sänger und Komponisten aus Venedig und sandte sie nicht zur Ausbildung dorhin – dazu war das Budget am markgräflichen Hof einerseits zu knapp und andererseits waren deutsche Sänger zu ihrer Zeit wirklich nicht en mode.

    Nichts für ungut, aber als Bayreutherin fallen mir natürlich solche Ungereimtheiten auf.
    Was ihr jedoch noch hineinnehmen könntet sind ihre baulichen Tätigkeiten in und um die Residenzstadt Bayreuth herum. So baute sie ab 1735 die Eremitage, einen barocken Landschaftsgarten, aus und errichtete dort den Sonnentempel (1749-1753) – ein Pendant zum Schloss Sanssouci und ab 1754 wirkte sie entscheidend mit bei der Gestaltung des Neuen Schlosses in der Bayreuther Innenstadt. So wurde durch ihr Mitwirken der Stil des Bayreuther Rokoko geprägt.
    Einen weiteren Landschaftsgarten ließ sie 1744 vor den Toren Bayreuths in Wonsees errichten. Sanspareil wurde von Wilhelmine nach dem zu ihrer Zeit berühmten Roman: Die Abenteuer des Telemach nachempfunden. Der Name lautet übersetzt Ohnegleichen.

    Liebe Grüße,
    Katharina

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