World-Women: Elizabeth Siddal, Präraffaelitin

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Bild: Dante Rosetti, Santca Lilias, 1874, Tate Modern London.www. wikiart.org
Bild: Dante Rosetti, Santca Lilias, 1874, Tate Modern London.www. wikiart.org

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wallendes kupferfarbenes Haar, ein träumerischer Blick aus blaugrünen Augen, ein elegant geformter Hals: das ist Elizabeth Siddal, die von zahlreichen weltberühmten Gemälden der Präraffaeliten auf uns niederschaut.

Elizabeth Eleanor Siddal (25.07.1829-11.02.1862) ist eine englische Malerin und Dichterin. Weltbekannt wurde sie als Lieblingsmodell der Präraffaeliten. Die Tochter eines Eisenwarenhändlers arbeitete in London bei einem Hutmacher. 1849 wurde sie vom Maler Walter Deverell entdeckt. Ihre porzellanene Schönheit und ihr hüftlanges, kupferfarbenes Haar entsprachen dem Schönheitsideal der Präraffaeliten, der damals führenden Künstlergruppierung in England. Siddal stand für zahlreiche, heute berühmte Gemälde Modell: als Sylvia von William Holman Hunt, als Ophelia von John Everett Millais und vielfach für Dante Gabriel Rossetti, mit dem sie seit 1852 liiert war. 1858 kam es zu einer zeitweisen Trennung, 1860 zur ersehnten Hochzeit. Nach einer kurzen glücklichen Zeit erlitt die Künstlerin eine Fehlgeburt. 1862 wurde sie ein zweites Mal schwanger und beging Suizid mit einer Überdosis Laudanum, von dem sie abhängig war. Das bekannteste Bild von ihr ist Beata Beatrix (die Geliebte von Dante), das Rosetti nach ihrem Tod vollendete. Siddal war auch selbst künstlerisch tätig. Neben Gemälden und Zeichnungen fertigte sie Illustrationen zu mittelalterlichen Sagen, zeitgenössischen Erzählungen und Gedichten an. Seit 1854 ließ ihr der Kunsthistoriker John Ruskin ein Stipendium in Höhe von 150 £ zukommen, das ihr den Werdegang als Malerin und Dichterin erleichterte. Die Künstlerin verfasste 15 Gedichte, die um Liebe und Tod kreisen. Siddal ist auf dem Highgate Cemetery (West) in London bestattet.

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