World-Women: Susan B. Anthony, „Napoleon der Frauenbewegung“

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Failure is impossible – war der Wahlspruch von Susan B. Anthony (15.02.1820-13.03.1906), Pionierin der US-amerikanischen Frauenbewegung. Man nannte sie auch „Napoleon der Frauenbewegung“. Sie war die 1. Frau, die bei einer Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten ihre Stimme abgab.

Die Tochter einer liberalen, emanzipierten Quäkerfamilie erhielt eine gute Schulbildung und wurde als Lehrerin ausgebildet. Eine Zeitlang arbeitete sie im Schuldienst, wobei ihr ¼ des männlichen Gehalts ausgezahlt wurde. 1849 übernahm sie die Verwaltung der elterlichen Farm in Rochester (NY). Hier lernte sie viele Aktivist/innen kennen und engagierte sich in der amerikanischen Reformbewegung. Mit Elizabeth Cady Stanton schloss sie eine lebenslange Freundschaft. Die beiden teilten die Überzeugung, dass die Frauenbewegung unbezwingbar sein müsste: Sie organisierten Konferenzen, hielten Vorträge, gründeten die Zeitschrift: The Revolution und die Organisation National American Woman Suffrage Association. Am 01.11.1872 erzwang Anthony in einem Wahlbüro in Rochester ihre Registrierung und ging am 05.11. zur Wahl. Im Juni 1873 wurde sie verhaftet und der Wahlbeeinflussung bezichtigt. Die Aktivistin berief sich auf den 14. Zusatzartikel der Verfassung der USA, der die Gleichbehandlung festlegte. Das Gericht sah jedoch ein Frauenwahlrecht davon nicht erfasst, und so wurde die Sufragette zu 100 $ Bußgeld verurteilt. Bis zu ihrem Tod blieb Anthony aktiv. Die Einführung des landesweiten Frauenwahlrechts 1920 erlebte sie nicht mehr. Zu Lebzeiten geschmäht, wird Susan B. Anthony in den USA sehr verehrt und gilt als international anerkannte Symbolfigur im Kampf um das Frauenstimmrecht. 

Susan B. Anthony Museum & House

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