Warten auf Ai Weiwei! China blockiert die Ausreise des Künstlerstars – die Berliner Festspiele geben nicht auf

Berlin-Kreuzberg

© Gao Yuan
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Heute ist der Online-Journalist Wolfgang Huber bei Berlin-WoMan zu Gast. Er berichtet über den Hintergrund der großen Ausstellung „Evidence“ des chinesischen Konzeptkünstlers und Regimekritikers Ai Weiwei, der in seinem Heimatland festgehalten wird: 

Die Ausstellung Evidence hat seit Anfang April  weit über 100.000 Besucher in den Martin-Gropius-Bau in Berlin-Kreuzberg gelockt. Einige der dort gezeigten Installationen entstanden eigens für die Show. Mit einer Fläche von 3000qm in 18 Räumen ist es die weltweit größte Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Er selbst kann bei seiner Show nicht dabei sein, denn er erhält von der autoritären chinesischen Regierung keine Ausreisegenehmigung. Doch ganz aufgeben will der Veranstalter, die Berliner Festspiele, noch nicht. Alle, die sich einen Auftritt Ai Weiweis in der Bundeshauptstadt wünschen, können im Martin-Gropius-Bau an einer Unterschriftenaktion teilnehmen. Die Unterschriftenlisten werden den chinesischen Behörden übergeben. So hoffen die Veranstalter, doch noch eine Ausreise des Künstlers zu bewirken. Auch das Umfeld Ai Weiweis stellt immer wieder entsprechende Anfragen an die Regierung. Viel Zeit bleibt nicht mehr: Die Ausstellung läuft noch bis zum 07. 07.2014. Ai Weiwei ist einer der bekanntesten Künstler weltweit, auch in seiner Heimat. Sein Eintreten für Redefreiheit, Gewaltenteilung und Mehrparteiendemokratie hat ihm den Zorn der Staatsmacht eingebracht. So darf er in China in keinem Museum ausstellen. Innerhalb des Landes kann der 56-Jährige zwar reisen, wird aber stets von Agenten verfolgt und überwacht. 2011 wurde er für 81 Tage in ein Geheimgefängnis gesteckt, dessen Zelle er nicht verlassen durfte und die 24 Stunden am Tag hell beleuchtet war.

Ai Weiwei. Evidence, Berliner Festspiele, Martin-Gropius-Bau, Niederkirchner Str. 7, 10963 Berlin, täglich 10:00-20:00 Uhr,  11/8 €, Eintritt frei bis 16 Jahre, bis 07.07.2014

Der Artikel entstand im Rahmen der Social-Media Schulung in der Job-Konzept GmbH für Fachmann/-frau für Online-PR und Marketing. Wir danken Wolfgang Huber!

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