World-Women: Madame de Pompadour

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Francois Boucher, Mme Pompadour, Öl/Lw, 201 x 157 cm, 1756, Bayr. Staatsgemäldesammlung, Bild: www.pinakothek.de/francois-boucher
Francois Boucher, Mme Pompadour, Öl/Lw, 201 x 157 cm, 1756, Bayr. Staatsgemäldesammlung, Bild: www.pinakothek.de/francois-boucher

Madame de Pompadour, Jeanne-Antoinette Poisson, Dame Le Normant d’Étiolles, Herzogin de Menars (29.12.1721-15.04.1764) ist eine der berühmtesten Maitressen der europäischen Geschichte. Als Geliebte des französischen Königs Ludwig XV nahm sie großen Einfluss auf das politische und kulturelle Geschehen in ganz Europa. Sie kreierte den typischen französischen Stil, der bis heute als Markenzeichen des Rokoko gilt.

Jeanne-Antoinette Poisson wuchs in einer wohlhabenden bürgerlichen Familie auf und erhielt eine exzellente Ausbildung in Sprachen, Musik, Wirtschaft und Politik. Sie heiratete den reichen Untersteuerpächter Charles Irénée Castel de Saint-Pierre, mit dem sie 2 Kinder hatte. 1745 wurde sie die offizielle Maitresse von Ludwig XV, der sie zur Marquise mit Landsitz und eigenem Wappen erhob. Desweiteren erhielt sie den heutigen Elysée-Palast sowie andere Schlösser und große Anwesen in ganz Frankreich. Auch nach Beendigung ihrer Liaison mit dem König 1751 behielt sie ihren Status. Madame de Pompadour zeichnete sich durch äußerstes diplomatisches Geschick sowie ein großes kulturelles und politisches Engagement aus. Sie förderte Intellektuelle und Künstler, u.a. Denis Diderot, Jean-Jacques Rousseau und Francois Boucher. Dank ihrer wurde Voltaire zu Frankreichs Historiographen und Kammerherrn ernannt. Sie war Gründerin der königlichen Porzellanmanufaktur und der französischen Militärakademie. Gemeinsam mit dem König verfolgte sie umfassende städtebauliche Maßnahmen, wie den Bau des Place Louis XV und den Place de la Concorde. In der Außenpolitik riet sie dem König zum fatalen Bündnis mit Österreich im 7jährigen Krieg gegen England und Preußen, ja sie spielte sich als Kriegsherrin auf. Von ihr stammt der Spruch: „Après nous le déluge“ (dtsch.: „Nach uns die Sintflut“). Madame de Pompadour starb an Tuberkulose, an der sie seit ihrer Jugend litt. Neben Katharina der Großen und Maria Theresia von Österreich zählt sie zu den machtvollsten Frauen des 18. Jahrhunderts. Zahlreiche Maler portraitierten sie, hier sehen wir sie als 34-Jährige auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit und Macht, gemalt von Francois Boucher.

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