No Berlin-Women? Frauen und Macht Nr. 7: Aydan Özoguz

No Berlin-Women!

Bild: www.spd-wandsbek.de
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7 Ministerinnen im Bundeskabinett, das ist uns eine Serie wert! Unter der Rubrik „Berlin-Women“ stellen wir die mächtigsten Frauen Deutschlands vor und beleuchten ihre Biographie und politische Karriere. Dabei interessiert uns vor allem die Verflechtung beider Bereiche und die Wegstationen der Betreffenden bis zur politischen Spitze. Heute ist Aydan Özoguz, Bundesministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration an der Reihe. 

Aydan Özoguz (*31.05.1967) ist eine deutsche Politikerin und seit dem 17.12.2013 Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration. Als 1. türkischstämmige Frau bekleidet sie Führungspositionen in der SPD. Ihre Eltern kamen als türkische Gastarbeiter nach Deutschland und machten sich mit einem Lebensmittelgeschäft selbständig. Aydan Özoguz studierte Anglistik, Spanisch und Personalwirtschaft mit MA-Abschluss in Hamburg. In der Zeit leitete sie dort die türkische Studentenvertretung. 1994 übernahm sie den Bereich „Koordination Neuer Projekte“ in der Körberstiftung und betreute den Austausch deutsch-türkischer Jugend- und Wissenschaftsprojekte und Symposien zu Fragen der zwischenstaatlichen Beziehungen. 2001-2008 war die Ehefrau des Berufsoldaten und Hamburger Innensenators Michael Neumann (bekannt für seine Anti-Flüchtlingspolitik) Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, migrationspolitische Sprecherin der SPD sowie Mitglied im Innen-, Eingaben- und Familienausschuss. Die SPD-Politikerin sitzt seit 2009 im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Bundestag und in der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft. 2010 wurde sie zur Integrationsbeauftragten der SPD-Bundestagsfraktion ernannt. In der Funktion riet sie den deutschen Muslimen zum Boykott der Deutschen Islamkonferenz. Das stieß in konservativ-religiösen Kreisen auf massive Kritik. Seit 2011 ist sie stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende. Bei der Bundestagswahl 2013 erhielt sie mit 39,9 % der Erststimmen ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis Wandsbek. Die Mutter eines Kindes sitzt in den Kuratorien der Muslimischen Akademie in Deutschland, des Deutschen Historischen Museums und der Stiftung Haus der Geschichte. Nun heißt es für sie, den interkulturellen Spagat in Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Kultur und Bildung zu meistern. Keine leichte Disziplin!

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