News auf Berlin-WoMan: Die IHK-Zwangsabgaben sind unrechtmäßig!

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Bild: de.freepik.com
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Das ist schon das 3. Schreiben der IHK-Berlin! Ich sei verpflichtet, meine frisch gegründete UG anzumelden, und zwar sofort. Die Aufforderung sieht amtlich aus, und fast hätte mich die IHK gehabt. Aber nun hat das Verwaltungsgericht Koblenz die IHK-Zwangsbeiträge für unrechtmäßig erklärt.

Ein Koblenzer Unternehmen klagte erfolgreich gegen die zu hohen Abgaben und die Intransparenz im Umgang mit den Geldern der IHK-Mitglieder. „We want our Money back!“, lautet der Ruf von Unternehmen deutschlandweit, die vierstellige IHK-Beiträge zahlen, dafür aber keine angemessene Gegenleistung sehen. In Deutschland existieren insg. 80 Industrie- und Handelskammern. Mit Ausnahme der Freiberufler/innen, Landwirtschaften und reinen Handwerksbetriebe (letzte gehören zur Handwerkskammer) ist die Mitgliedschaft für alle Unternehmen verpflichtend. Nun ja, eine Kammer, die sich für die unternehmerischen Belange einsetzt, wäre echt was Schönes. Aber offenbar mangelt es bei den Bestehenden an Service und wirtschaftlicher Transparenz. So wirft man der IHK unrechtmäßige Vermögensanhäufung vor, allein die IHK-Koblenz hat vom letzten Jahr 20 Mio € unerlaubt übertragen. Oft ist nicht bekannt, ob und in welcher Höhe sich die IHK Vorstände auszahlen, auch sind Verflechtungen von eigenen Firmen der Vorstandsmitglieder mit der IHK bekannt. Und schließlich werden in Miohöhe Geschäftszentralen, Neubauten und Bildungsstätten errichtet, was trotz der hohen Rücklagen mithilfe von Steuersubventionen, ebenfalls in Miohöhe, geschieht. Die IHK muss von innen reformiert werden, das fordern aktuell IHK-Mitglieder in Hamburg. Ihr erklärtes Ziel: Abschaffung der Zwangsbeiträge, mehr Effizienz und Transparenz bei der Kammerarbeit. Das unterschreibt Berlin-WoMan sofort!

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3 Gedanken zu „News auf Berlin-WoMan: Die IHK-Zwangsabgaben sind unrechtmäßig!

  1. Das ist doch mal ein erfreuliches Urteil. Auch ich fühle mich seit JAHRZEHNTEN
    zwangsverpflichtet. Habe auch schon Einspruch erhoben…..ohne Erfolg !
    Es ist höchste Zeit zu reformieren, zumal die Hilfe bzw Dienstleistung nicht vorhanden ist von Seiten der I.H.K.
    Ja wir brauche so etwas für die Wirtschaft, aber dann muß auch mehr auf die einzelnen
    Gewerke / Branchen eingegangen werdenAch es ist leidig… da es soviel dazu zu sagen gäbe.
    Danke für den Artikel liebe WoMan Women
    Lilo Rödder

  2. Hallo Herr Huebner, sehr gerne disktuieren wir mit Ihnen. Berlin-Woman hat ja geschrieben, dass sie für eine IHK ist, die Transparenz und Service bietet. Dann ist eine gewerbliche Kammer unverzichtbar.

  3. Grundsätzlich ist das zutreffend und richtig. Ich bin selbst einer der Unternehmer, die sich in Berlin für die Reform der IHK von innen einsetzen – mit dem Ziel, die Kammer soweit zu modernisieren, dass sie die Zwangsmitgliedschaft eines Tages nicht mehr nötig hat. Seit Ende 2012 bin ich Mitglied der Vollversammlung der Berliner IHK und habe so die Möglichkeit, tatsächlich etwas zu bewegen. Von daher bin ich am Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern mit ähnlichen Anliegen sehr interessiert. Lassen Sie uns einfach mal reden.

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