Berlin-Woman hört hin: GEZ oder wer managt die Rundfunkabgabe – eine Podiumsdiskussion der DAfF am 11.02.2014, Teil 2

kreative Unternehmer/innen

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Rundfunkgebühren? Wie viele Mediennutzer/innen sind darüber verärgert, da sie längst den Öffentlich Rechtlichen abgeschworen haben. Was steckt hinter dieser staatlich verordneten monatlichen Abgabe? Unter dem schwergewichtigen Motto „Vertrauen ist gut – Muss die Kontrolle besser sein“ lud die „DEUTSCHE AKADEMIE FÜR FERNSEHEN“ (DAfF) zur Podiumsdiskussion in die Bayr. Landesvertretung ein. Im Mittelpunkt stand die sinnvolle Verwendung der Rundfunkabgabe, es gab Weißwürstchen und Brezeln. Gabi Helmchen vom Berlin-Woman Team war mit dabei und berichtet, Teil 2: 

Sollte das Geld nicht im Sinne der Zuschauer/innen für ein besseres Programm genutzt werden? Wer kontrolliert die Sender? Diese Fragen wurden auf dem hochkarätig besetzten Podium im 2. Teil der Veranstaltung nur peripher beantwortet. Wozu 1 1/2 Stunden benötigt und auf eine Diskussion verzichtet wurde. Lobenswert die ironisch-provokante Diskussionsleitung durch Prof. Dr. Thomas Leif, Politologe und Moderator beim SWR, der zumindest versuchte, das Podium etwas „aufzumischen“. Das Meinungsbild der 5 Männer und der 1 (!) Frau sah dann folgendermaßen aus: Dr. Heinz Fischer-Heidlberger – Vorsitzender der KEFDr. Johannes Beermann – Staatsminister und Chef der Staatskanzlei SachsenKarin Brieden – Verwaltungsdirektorin und stellvertretende Intendantin des ZDF und Dr. Carsten Brosda – Senatskanzlei Hamburg sprachen sich für die Rückerstattung der 0,73 € aus. Lutz Marmor – Intendant des NDR und ARD Vorsitzender und Gerhard Schmidt – Vorstand DAfF, Autor, Produzent und Regisseur plädierten für die Investition der 1,1 Milliarden € in eine bessere Programmgestaltung. Die Ausgaben-Kontrolle der öffentlich-rechtlichen Sender fand rundum Zustimmung. Doch WIE diese Kontrolle auszusehen hat und vor allem WER sie durchführen sollte, wurde nicht beantwortet. Einig war man sich allerdings darin, WER es NICHT machen soll: nicht die KEF, nicht die Aufsichtsräte der Rundfunkanstalten, nicht die Politik. Der Einfluss von Letzter ist groß genug: Am 13.03.2014 entscheiden die Ministerpräsidenten über die Reduktion der Rundfunkgebühren. Den größten Applaus erhielt Gerhard Schmidt für seine Feststellung, dass die Politik und die Produktionsbedingungen in Parallelwelten existierten. Der Stundenlohn für einen freien Dokumentarfilm-Regisseur beläuft sich in der Regel auf 9,90 €!

Berlin-Woman findet: Eine Aufstockung dieses Hungerlohns durch die Rundfunkgebühren wäre mal eine sinnvolle Maßnahme. 

DEUTSCHEN AKADEMIE FÜR FERNSEHEN (DAfF)

Teil 1

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