No Berlin-Women? Frauen und Macht Nr. 3: Maria Böhmer

No Berlin-Women!

Berlin-Woman_Maria-Böhmer
© gabi helmchen

Angesichts der frisch gebackenen Koalition mit 7 Ministerinnen bringt Berlin-Woman eine neue Serie. Einmal pro Woche stellen wir die weiblichen Kabinettmitglieder vor. Im Mittelpunkt stehen die Biographie und politische Karriere der Betreffenden sowie deren Verknüpfung. Heute ist Maria Böhmer dran, die seit 2005 unsere Bundesgeschicke mitlenkt. Ämterhäufung und die Verquickung von Frauen-, Gesundheits- und Kirchenpolitik stehen auf der Agenda der soeben ernannten Ministerin im Auswärtigen Amt. Gabi Helmchen hat die Daten für euch zusammengestellt.

Maria Böhmer (*23.04.1950 in Mainz) ist seit dem 17.12.2013 Ministerin im Auswärtigen Amt der BRD. Nach dem Abitur 1968 studierte Böhmer Mathematik, Physik, Politikwissenschaft und Pädagogik auf Lehramt. 1971 legte sie das Staatsexamen ab; 1974 erfolgte ihre Promotion zur Dr. phil. an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo sie 1982 in Pädagogik habilitierte. Es folgten Forschungsaufenthalte an den Universitäten Cambridge und Augsburg. Von 1982 bis 1990 war sie Landesfrauenbeauftragte in Rheinland-Pfalz. Seit 2001 führt sie den Titel einer außerplanmäßigen Professorin für Erziehungswissenschaften der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, lehrt aktuell aber nicht. Böhmer trat 1985 der CDU bei, seit 1990 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. 2000-2005 war sie stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, seit 1994 ist sie Mitglied im CDU-Bundesvorstand. Bis November 2001 fungierte Böhmer als Landesvorsitzende der Frauen-Union der CDU Rheinland-Pfalz, seit September 2001 ist sie Bundesvorsitzende der Frauen-Union der CDU Deutschlands. Im November 2008 wurde sie Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), 2009 Mitglied des Vorstandes der Deutschland Stiftung Integration und 2010 Mitglied des Vorstandes Vereins Charta der Vielfalt e.V. Böhmer ist stellvertretende Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates, Schirmherrin des Bundesverbandes Niere e.V. und war 1994 Initiatorin der bundesweiten Kampagne „Rote Karte“ gegen Gewalt in den Medien. 2005-2013 stand sie der Bundeskanzlerin und der Migrationsbeauftragten als Staatssekretärin zur Seite. Sie agiert gegen sexistische bzw. pornografische Darstellungen, Zwangsverheiratung und häusliche Gewalt gegen Migrantinnen und ist für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit bei AusländerInnenn, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Ein kommunales Wahlrecht für AusländerInen aus Nicht-EU-Staaten lehnt sie ab! Böhmer gilt als enge Vertraute Angela Merkels und wechselt nun ins Auswärtige Amt.

Ursula von der Leyen

Andrea Nahles

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