WE mit Berlin-Woman: Perverse Verse von Urszula Usakowska-Wolff

die blaue Stunde

Urszula Usakowska-Wolff auf Berlin-Woman

„Ich bin kein Ideal. Ich missbrauche Geduld und Alkohol. Wenn ich lache, dann zu laut. Wenn ich was mache, dann mit der linken Hand…“, die Berlin-Woman Urszula Usakowska-Wolff (*30.09.1954) ist zweisprachige Lyrikerin Kuratorin, Korrespondentin verschiedener Literaturzeitungen, Journalistin und Übersetzerin. In Berlin kann man sie unvermittelt auf Eröffnungen, Events, Veranstaltungen und Konferenzen treffen, denn da ist sie viel unterwegs – auch und vor allem jenseits des Mainstreams. Dann fängt sie wortwörtlich das wilde Leben ein, beschwört, bändigt, umkleidet und beschreibt es.  Zur blauen Stunde haben wir das Beispiel „Delyrium“ aus ihrem lesenwerten Gedichtband „Perverse Verse“ ausgesucht. Enjoy it!  

Delyrium:

Hoden liegen am Boden

und lassen andere Körpermassen

bei ihrem Anblick erblassen.

Scheiden schneiden Grimassen

und verfassen ein Lied

auf ein Glied,

das die helfende Hand

so lange an sich band,

bis es aus dem Stand nicht mehr fand.

(1999)

Urszula Usakowska-Wolff, Perverse Verse, Lyrik, POP Verlag, Ludwigsburg 2009, ISBN 9 783937 139869, 12,90 €, S. 57

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